Kellerbier mit Spezialetikett zur Erinnerung

Mücke-Ruppertenrod (sf). Zum Auftakt des Kirmessonntags wurde jetzt ein Zeltgottesdienst abgehalten. Pfarrer Markus Witznick hielt den Gottesdienst.

Marco Kratz von der Kirmesgesellschaft war erfreut über den sehr guten Besuch anlässlich des Jubiläums 25 Jahre Zeltkirmes. Sie wurde mit dem Fassbieranstich eröffnet. Die Kirmes hat in Ruppertenrod eine lange Tradition.

Wurde sie anfangs an Pfingsten und abwechselnd in den Sälen der Gaststätten "Zum Reichsadler" und "Zum Löwen", später im Sportheim und beim Julius abgehalten, suchte Gastwirt Julius Schmidt nach der Kirmes 1986 einen neuen Ausrichter. Diese Anfrage brachte einen Stein ins Rollen, nachdem der Vorstand des DRK-Ortsvereins Bereitschaft signalisiert hatte, die Kirmes auszurichten, aber aus deren Sicht ein Partner vorhanden sein musste, kam durch die Doppelfunktion von Günter Zeuner als Vorsitzender des DRK und Handballabteilungsleiter eine gut funktionierende Kooperation DRK/Handball zustande.

Die Vision war es, durch eine Kirmes im Zelt der Veranstaltung wieder etwas mehr Leben einzuhauchen. Dies konnte aber nur gelingen, wenn man nicht mit den Nachbarn aus Ober-Ohmen am gleichen Wochenende in Konkurrenz trat. So wurde 1987 zum ersten Mal eine Zeltkirmes abgehalten.

Nach deren Erfolg beschlossen Obst- und Gartenbauverein, Sportverein, Gesangverein Liederkranz und DRK künftig die Kirmes gemeinsam abzuhalten. Damals gab es noch Tanzabend, Disco und Frühschoppen. Mit Thomas Koschwitz hatte man bei den Discoabenden einen prominenten Moderator zu Gast. Wobei für dessen Auftritt die Bühne nach zig Telefonaten extra höher gebaut werden musste. Die Ohmtal-Musikanten sorgten wohl am häufigsten bei den Frühschoppen für Stimmung. Daneben bleibt auch das Konzert des zig-fachen Deutschen Meisters von der Reiskirchener Feuerwehr in Erinnerung. Irgendwann wurde zum Discoabend vor dem Zelt ein Bierpilz aufgestellt. Aus dieser Zeit stammt auch die Tradition des Solberfleischessens, das den Frühschoppen bis heute begleitet.

Die Zeltgottesdienste wurden genauso schnell Bestandteil der Kirmes und fanden dann auch in der Umgebung Nachahmer. 1989 kam noch der Jugendclub zu den Veranstaltern hinzu. Die Kirmes 2000 und 2001 wurde von der Vereinsgemeinschaft "850 Jahre Ruppertenrod" gestaltet und man stellte 2000 das größte Festzelt in der Geschichte Ruppertenrods. Denn man hatte am Freitag die Kastelruther Spatzen zu Gast, die fast 3000 Besucher anzogen.

2001 wurde die Kirmes auf zwei Wochenenden ausgedehnt und sie endete mit einem stehenden Festzug. Für die Folgejahre gab es Überlegungen, die Kirmes im Sportheim durchzuführen, es blieben der Jugendclub und die Feuerwehr als Veranstalter übrig, die die Kirmes nach wie vor im Zelt veranstalteten.

2004 beschlossen die Veranstalter den Tanz mangels Resonanz durch ein Burschenschaftstreffen zu ersetzen. 2005 fand die erste sehr erfolgreiche "Possmann-Power-Party" statt. 2009 konnte man im Rahmen der Kirmes das 60. Jubiläum der Feuerwehr mitfeiern. Bei der 25. Zeltkirmes in Ruppertenrod haben viele der Anwesenden auf ein paar frohe Stunden zurück geblickt. Auch Stefan Schlosser als erster Sektbarchef war dabei. Es wurde lange überlegt, die Getränke zu Preisen wie vor 25 Jahren anzubieten. Aber aufgrund der aktuellen Lage des Sportvereins, der das Sportheimdach renovieren muss, hat sich die Vereinsgemeinschaft dafür entschieden, normale Preise zu nehmen.

Von den Sektbargetränken am Sonntag ging ein Euro an den Sportverein für die Renovierung von dessen Heim. Für das Kirmesjubiläum wurde ein Kellerbier gebraut und in spezielle Flaschen mit Erinnerungsaufkleber gefüllt. Für die Kinder gab es auf dem Sportplatz eine Hüpfburg und die Feuerwehr hatte einen Wasserschlauch mit einer kleinen Sprinkleranlage verlegt.

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