Der Kartoffelanbau erfolgt am Ortsrand von Groß-Eichen wie vor einem halben Jahrhundert. FOTO: SF
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Der Kartoffelanbau erfolgt am Ortsrand von Groß-Eichen wie vor einem halben Jahrhundert. FOTO: SF

Kartoffeln für heimischen Markt

  • vonJutta Schuett-Frank
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Mücke-Groß-Eichen(sf). Der mit dem Frühling aufblühenden Natur ist es nicht anzumerken, dass die Menschen derzeit unter dem Coronavirus leiden. Die Felder sind vorbereitet und die Aussaat kann beginnen. Auch die Kartoffeln müssen in die Erde gebracht werden. Die Kartoffel ist eine traditionelle und pflegeleichte Nutzpflanze, die zu vielen Gerichten beigelegt werden kann. Hans-Jürgen Peter und Justin Betz sind zwei engagierte Bauern, die dieser Tage einen Teil der Setzkartoffeln unter die Erde brachten. Nach der Ernte im Herbst werden die Kartoffeln regional vertrieben, sind unter anderem im Edeka-Markt Fuchs zu erhalten. Das Fuhrwerk mutete schon ein wenig altmodisch an, denn die Kartoffeln werden mit viel Einsatz in das Erdreich eingebracht. Rainer Orth und Gustav Erwin Fuchs waren den beiden Bauern behilflich. Sie hatten die Saatkartoffeln vorbereitet.

Kartoffelsorte "blaue Schweden"

Nur eine Kartoffel, die auch "Augen" hat, kann es in der Erde zu Frucht und Vermehrung bringen. Es gab nur ausgesuchte Saatkartoffeln, die gelblich in der Farbe sind und festkochend. Die Sorten heißen Anabell, Prinzess, Belana, Laura oder Linda.

Eine schöne Besonderheit unter den Kartoffelsorten sind die "blauen Schweden", die tatsächlich lila-blau sind. Ernst Dörr, der früher immer die Groß-Eichener Kartoffeln anpflanzte, sah von Weitem zu, aus Altersgründen kann er diese Arbeit nicht mehr selbst ausführen.

Demnächst werden noch heimische Gemüsesorten angepflanzt. Dann wird es Weiß- und Rotkohl geben oder Kohlrabi. Eingebettet wurde das Erntefeld in einen Wildblumenstreifen. Und Rainer Orth sorgt wieder für den entsprechenden farbenfrohen Blühstreifen am Ortseingang von Groß-Eichen.

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