Kaffeetafel nach der Flucht und neugierige Naicher

Mücke-Groß-Eichen (jol). Mit Händen und Füßen sowie mit Hilfe von Hausmeister Waseem Bhatti kommen die Groß-Eichener mit den neuen Nachbarn aus dem Irak und Afghanistan in Kontakt. Beim Begrüßungs-Café fanden sich zwei Kinder auch schnell in ein Brettspiel ein, das Besucherinnen mitgebracht hatten. Am Ende konnten die Kinder das Spiel mitnehmen, um in der neuen Flüchtlingsunterkunft in dem Mücker Ortsteil weiter zu spielen.

Mücke-Groß-Eichen (jol). Mit Händen und Füßen sowie mit Hilfe von Hausmeister Waseem Bhatti kommen die Groß-Eichener mit den neuen Nachbarn aus dem Irak und Afghanistan in Kontakt. Beim Begrüßungs-Café fanden sich zwei Kinder auch schnell in ein Brettspiel ein, das Besucherinnen mitgebracht hatten. Am Ende konnten die Kinder das Spiel mitnehmen, um in der neuen Flüchtlingsunterkunft in dem Mücker Ortsteil weiter zu spielen.

Ortsvorsteherin Petra Grün flitzte geschäftig mit ihrem Team zwischen Küche und Saal im Gemeinschaftshaus hin und her. Mehrfach stellte man zusätzliche Tische und Stühle auf. Das Interesse der Ortsbewohner an einem unbefangenen Kontakt mit den neuen Ortsbewohnern war überraschend groß. Mehrere Dutzend "Naicher" tranken Kaffee und aßen Kuchen mit den 13 Bewohnern der Unterkunft in einer alten Gaststätte. Petra Grün freute sich, dass so viele Besucher die Gelegenheit nutzten, ihre Neugierde zu befriedigen und erste Kontakte aufzunehmen. Bereits einige Tage zuvor hatte der erste "Runde Tisch" getagt. Dabei zeigten sich die Teilnehmer offen und hilfsbereit, um die Flüchtlinge willkommen zu heißen. Über 15 Ortsbewohner berieten dabei, wie man sie bei den Sprachkursen unterstützen kann und was man machen kann, wenn etwas fehlt. Dabei verständigte man sich auch darauf, drei Tage nach der Ankunft der Flüchtlinge ein Begrüßungs-Café anzubieten.

Bürgermeister Matthias Weitzel und Verwaltungs-Mitarbeiter Andre Kern schauten auch vorbei und freuten sich über die nette Atmosphäre im Gemeinschaftshaus. Am Dienstag sind zwei Familien mit zehn Mitgliedern in Groß-Eichen angekommen. Sie stammen aus dem Irak und sind sehr daran interessiert, im Ort anzukommen. So berichtete eine Besucherin, dass ein Familienvater schon sein Kind im Kindergarten angemeldet hat. Auch suchte der Christ erfolgreich die Kirche, um beten zu können. Zwei Tage darauf kam noch eine Mutter mit Tochter aus Afghanistan, wie Hausmeister Waseem Bhatti sagte. Auf der Flucht war sie von ihrem minderjährigen Sohn getrennt worden, inzwischen stellte sich aber heraus, dass der Junge es ebenfalls nach Deutschland geschafft hat. Er wird nun wieder zu seiner überglücklichen Mutter stoßen, die verzweifelt nach dem Kind gesucht hat. Bhatti freute sich über die Familienzusammenführung und betonte, die drei Familien seien "sehr nett".

Sie werden nun noch das Asylverfahren durchlaufen, danach wollen sie sich Wohnungen suchen und versuchen, Arbeit zu finden. Parallel zum Anerkennungsverfahren erhalten die Flüchtlinge Deutschunterricht.

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