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Die Hallen in Mücke sollen bis zu 18 Meter hoch werden.

So hoch wie Logistikzentrum in Lich

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Mücke (pm). Direkt neben der Autobahn in Mücke befindet sich die momentan größte Baustelle im Vogelsbergkreis. Die Firma Nordfrost, Marktführer in der europäischen Tiefkühllogistik, baut dort ein neues Tiefkühlzentrum. Insgesamt 200 neue Arbeitsplätze sollen dort entstehen.

Über den Stand der Bauarbeiten informierte jüngst Ulrich Burmann, stellvertretender technischer Leiter der Firma Nordfrost. Allein die Topografie zöge enorme Bodenbewegungen nach sich, um die Anlagen auf dem 14 Hektar großen Industriegrundstück ermöglichen zu können. Im ersten Bauabschnitt entstünden neben dem Maschinenhaus elf Hallen mit Ausmaßen von bis zu 31 mal 100 Meter bei einer Firsthöhe von 18 Metern. Auch beim umstrittenen Logistikzentrum in Lich plant die dort bauende Dietz AG mit jener Gebäudehöhe.

43 Lkw-Andockstationen

"Wir können bis zu 14,5 Meter hoch in den einzelnen Hallen die Ware auf Paletten lagern", erläuterte Burmann. Ziel sei es, am Standort flexibel auf die verschiedensten Kundenanforderungen eingehen zu können. Vom Tiefkühlbereich von -24 Grad über den Frischebereich (+1 Grad bis +8 Grad) bis hin zu Kapazitäten im wärmeren plusgradigen Temperaturbereich (+14 Grad bis +18 Grad) reiche das Angebot der Firma Nordfrost. Im ersten Bauabschnitt entstünden 43 Andockstationen für Lastwagen.

Beeindruckend sei auch das im Aufbau befindliche Maschinenhaus. Es versorgt die Neubauten mit Strom, Wärme und Kälte und beherbergt neben der Kälteanlage erdgasbetriebene Blockheizkraftwerke (BHKW) zur Energieerzeugung mit einer elektrischen Leistung von 2328 kW in der ersten Baustufe sowie eine Netzersatzanlage. Damit werde der Neubau im sogenannten "Inselbetrieb" autark, also ohne Anschluss an das öffentliche Energienetz, versorgt, sagte Burmann.

Mittels Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung werde die Abwärme der BHKW im Absorptionsverfahren umweltschonend, unter signifikanter Senkung des CO2-Ausstoßes, in Kälte gewandelt.

"Wir kommen bei der Anlage auf einen Wirkungsgrad von etwa 80 Prozent", sagte Burmann. Dazu wurde durch den Regionalversorger Oberhessen Gas eine neue Gasleitung von Grünberg bis zum Industriegebiet in Atzenhain gebaut.

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