Kläranlagen

Gemündener Abwässer werden bald in Königsaasen gereinigt

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Die Gemeinde Gemünden wird ihre Kläranlage in der Gemarkung Nieder-Gemünden stilllegen und die Abwässer künftig in die Kläranlage bei Königsaasen leiten.

Es waren fünf Jahre und viele Gespräche und Verhandlungen sowie Beschlüsse notwendig. Nun wurde die Sache mit dem Unterzeichnen einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zum positiven Abschluss gebracht. Die Abwasserreinigung der beiden größten Gemündener Ortsteile Burg- und Nieder-Gemünden kann neu ausgerichtet werden.

Beide Ortsteile werden an die moderne Kläranlage des Abwasserverbandes Ohm-Seenbach in der Gemarkung Mücke-Nieder-Ohmen angeschlossen (die Alsfelder Allgemeine Zeitung berichtete).

Schon vor Jahren hatten die Überlegungen dazu in den politischen Gremien von Gemünden begonnen, wusste man doch, dass eine Ertüchtigung der eigenen Kläranlage notwendig werden würde. Die gesetzlichen Vorgaben hätten kostenintensive Umbaumaßnahmen erforderlich gemacht. So war es mit Blick auf die interkommunale Zusammenarbeit nur logisch, dass man sich nach anderen Möglichkeiten umschaute.

Druckleitung muss her

Eine Abwasserklärung in den Anlagen von Homberg oder Nieder-Ohmen waren zwei Varianten, von denen die mit dem Abwasserverband Ohm-Seenbach nach einer Kostenermittlung als die kostengünstigere Lösung favorisiert wurde.

Es folgten intensive Verhandlungen, der Beitritt zum Abwasserverband selbst wurde geprüft, aber verworfen. Am Ende war es eine umfangreiche vertragliche Vereinbarung, die im Rathaus Nieder-Gemünden von allen Vertragspartnern unterzeichnet wurde.

Das Gemündener Parlament hatte, nachdem die Verbandsversammlung des Abwasserverbandes für die Annahme des Verbands gestimmt hatte, wenige Tage zuvor zugestimmt. So besiegelten nun die Bürgermeister Frank Ide (Grünberg), Andreas Sommer (Mücke), Lothar Bott (Gemünden) und Eckhard Kömpf (Erster Beigeordneter Gemünden) mit ihren Unterschriften ein neues Kapitel der Abwasserentsorgung für die Gemeinde Gemünden.

Alle Beteiligten unterstrichen die Bedeutung dieser weitreichenden Entscheidung und die damit einhergehende zukunftsweisende Abwasserreinigung für mehr als die Hälfte der Gemündener Bürger.

Hervorgehoben wurde ferner die immer wichtiger werdende interkommunale Zusammenarbeit. Dadurch könnten auch kleine Kommunen die gesetzlichen Verpflichtungen erfüllen. Bürgermeister Bott verwies auf die vielen positiven Aspekte der Vereinbarung, die für Gemünden zwar auch kostenintensiv werde, aber bei weitem noch günstiger als die anderen Lösungen sei.

Für Gemünden bedeutet dieser Schritt nun, dass die Planung für den anstehenden Bau der Abwasserdruckleitung von Gemünden bis zur Kläranlage bei Nieder-Ohmen anlaufen können, wie Bott betonte.

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