Freude über Zuzug von Neubürgern ins Dorf

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Mücke-Sellnrod(pm). Ein Rückblick auf die Ortsbeiratstätigkeit der letzten fünf Jahre sowie die Diskussion über die Zukunft der Dörfer im ländlichen Raum und natürlich die Aufstellung mit Beschlussfassung der Liste für die Neuwahl des Ortsbeirats am 14. März standen im Mittelpunkt einer Versammlung von Mitgliedern und weiteren am Dorfgeschehen interessierten Bürger, die noch vor dem Shutdown im Feuerwehrgerätehaus stattgefunden hat.

Bei der letzten Ortsbeiratswahl im März 2016 hatte die CDU-Liste mit 50,3 Prozent der Wählerstimmen vier von sieben Sitzen des Ortsbeirats gewonnen. Ein großes Thema in den zwei Jahren vor dieser Wahl war die Schließung des seit 1976 bestehenden Kindergartens durch die Gemeindevertretung. Bekanntlich wurde die Betreuung der Kinder dann fünf Jahre lang durch den Trägerverein Landkinder Sellnrod als Großtagespflegestelle erfolgreich organisiert und verantwortet. Seit August 2019 wird die Einrichtung wieder als gemeindlicher Kindergarten geführt.

Sitzbänke geplant

Wie Ortsvorsteher Peter Horst berichtete, war es nach mehr als zehnjährigem Bemühen 2018 gelungen, den 800 Meter langen Verbindungsweg zwischen dem Sportplatz Sellnrod und dem Campingplatz Groß-Eichen als asphaltierten Weg mit festem Unter-bau fertigzustellen.

Für alle Einwohner von Sellnrod sei dies sehr begrüßt worden, denn der Weg eigne sich nun ideal zum Fahrradfahren, Spazierengehen und sogar mit Rollator kann man sich hier an der frischen Luft bewegen. 2021 sollen noch zwei Sitzbänke aufgestellt werden, auf denen eine Pause eingelegt und der Blick auf das Streitbachtal geworfen werden kann. Erfreulich sei auch, dass der alte Fußgängersteg über den Streitbach an der Verbindung zwischen Friedrich-Ebert-Straße und Groß-Eichener Weg abgebaut und durch einen neuen Übergang aus Holz ersetzt worden ist.

Der stellvertretende Ortsvorsteher Hans Heuser führte aus, dass die Gemeinde jetzt alle Grundstücke von privaten Eigentümern am Ortseingang von Lardenbach her angekauft hat und man sich als Ortsbeirat in der neuen Wahlperiode dafür einsetzen werde, dass die dort geplanten Bauplätze durch das Verlegen der Versorgungsleitungen von Wasser, Kanal, Strom, Internet zur Bebauung frei gegeben werden können. Hier habe es in den letzten Jahren gute Fortschritte gegeben. Wohnhäuser, die durch das Versterben älterer Bürger frei geworden sind, wurden von jungen Leuten und Familien gekauft und renoviert. Auch zwei ältere Hofreiten wurden durch Ankauf wieder "belebt".

Die demografische Entwicklung sei auch in Sellnrod spürbar und der Ortsbeirat müsse sich damit befassen. Umso erfreulicher sei, dass in Sellnrod kaum Gebäude längere Zeit leer stehen, sondern wieder einer Nutzung zugeführt werden konnten. Die einzig wirklich wirksame Maßnahme gegen die Abwanderung von jungen Leuten sei das Anbieten von zeitgemäßen Wohnungen und die Schaffung beziehungsweise der Erhalt von Arbeitsplätzen im Dorf. Auch dies sei in Sellnrod durch die Initiative von einzelnen Unternehmern gut gelungen.

Wichtigster Punkt des Abends war die Aufstellung einer Kandidatenliste für die Ortsbeiratswahl am 14. März 2021. Nach ausführlicher Beratung und in geheimer Wahl wurde folgende Liste aufgestellt und mittlerweile beim Gemeindewahlleiter eingereicht: 1. Peter Horst/54 Jahre), 2. Anne-Kathrin Wallisch (42), 3. Dr. Hans Heuser (64), 4. Aljoscha Merkel (36), 5. Christina Herbrik geb. Ringsdorf (47), 6. Danny Brandenburger (34), 7. Angela Heuser (31) 8. Tom-Lukas Horst (25).

Besonders erfreulich sei es, dass die Liste alle Alterskategorien und ganz verschiedene Berufstätigkeiten abbilde. Mit einem Altersdurchschnitt von 37 Jahren könne die CDU den Wählern eine sehr junge Mannschaft vorstellen, in der Frauen und Männer fast gleichmäßig vertreten sind.

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