Fische im Burgteich und drehende Wasserräder

Mücke-Ober-Ohmen (sf). Der Garten bietet einen wohlgepflegten Eindruck, jedes Gemüse und jegliches Kräuterlein findet seinen Platz, es gibt eine ansprechende Vielfalt von Blumen und Sträuchern. Und mitten drin sieht der Betrachter plötzlich etwas ungewöhnliches: Zwei Burganlagen ragen da aus dem grünen Umfeld hervor, Modelle, so detailreich, dass sich eine längere Betrachtung lohnt.

Mücke-Ober-Ohmen (sf). Der Garten bietet einen wohlgepflegten Eindruck, jedes Gemüse und jegliches Kräuterlein findet seinen Platz, es gibt eine ansprechende Vielfalt von Blumen und Sträuchern. Und mitten drin sieht der Betrachter plötzlich etwas ungewöhnliches: Zwei Burganlagen ragen da aus dem grünen Umfeld hervor, Modelle, so detailreich, dass sich eine längere Betrachtung lohnt. Karl-Heinz Horst hat sich dort eine ganz eigene Welt erschaffen, nachdem er in den vergangenen Jahrzehnten bereits als Maler auf sich aufmerksam gemacht hatte.

Karl-Heinz Horst wurde in Okriftel am Main geboren, besuchte seine Großeltern in Ober-Ohmen, und nach der Kriegsgefangenschaft fand er in Ober-Ohmen seine Liebe, gründete seine Familie mit zwei Kindern, und sein Hobby "Kunst" nahm immer einen sehr hohen Stellenwert im Leben ein. Bereits in der Grundschule erkannten seine damaligen Lehrer, dass er ein Künstler mit Pinsel und Farben ist, und sein Talent wurde gefördert. So konnte er als Maler vor vielen Jahren den Deutschen Kunstpreis entgegennehmen. Sein Lebensunterhalt verdiente er sich als Techniker, und er war über 30 Jahre lang bei der Firma Dittelbach und Kerzler in Gießen als Teilekonstrukteur tätig.

Aber in seiner Freizeit frönte er den schönen Künsten. Seine Malereien in Öl oder auch in Aquarell sind wahre Kunstschätze. Der Künstler selbst legte viel Wert auf jedes einzelne Detail und kann zu jedem Bild eine schöne Geschichte erzählen.

Aber außer der Kunst der Pinsels beherrscht er noch die filigrane Mauertechnik. Mittlerweile hat der Baumeister schon das 80. Lebensjahr überschritten und seit rund zehn Jahren ist er im Garten am Bauen. Zuerst hatte er eine Vielzahl von Sandsteinen in verschiedenen Größen gesammelt. Andere sagten, die Steine seien doch nur Reste und Abfall, aber Karl-Heinz Horst baute davon ganze Burgen.

Zwei dieser romantischen Burgen, die man aus Märchen zu kennen glaubt oder in historischen Filmen sieht, verzaubern den Garten von Karl-Heinz Horst. An jedes Detail wurde gedacht. Die ganze Burganlage mit Wohnhaus, Kirche, dem Burghof und allem anderen ist zu sehen. Das Wasserrad dreht sich, im Burgteich leben kleine Fischchen, und es blühen die Seerosen darauf. Steht man einige Minuten vor der Burganlage, stellt man sich selbst als Burgfräulein oder Ritter in einer starken Rüstung vor. Die andere Burg ist wie eine Festung, etwas höher gelegen, sie symbolisiert Macht.

An den Türmen lassen sich Schießscharten erkennen, und auch ein Turm, in dem Gefangene eingekerkert werden, ist vorhanden. Die Lampen an beiden Burgen leuchten in der Dunkelheit und sind voll funktionsfähig, ebenso alle vorhandenen Wasserräder. Die Wasserräder und auch die Geländer sind in Handarbeit von Karl-Heinz Horst gefertigt worden.

Wer sich in die romantische Zeit Mittelaltern zurückversetzen will und sich die Burgen bei Karl-Heinz Horst ansehen möchte, kann dies gerne tun. Ein anderes Mal gewährt der Künstler auch einen Einblick in die Gemäldesammlung, die er selbst geschaffen hat.

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