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Eisen wirkt fast wolkenleicht

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Von: Jutta Schuett-Frank

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Volker Schönhals, Evangelos Papadopoulos und Thomas Vinson (v. l.) mit Werken des Künstlers. Sie sind bis 13. November im Kunstturm zu sehen. © Jutta Schuett-Frank

Mücke (sf). Am Sonntag begrüßten die Kuratoren Volker Schönhals und Thomas Vinson im Kunstturm Künstler Evangelos Papadopoulos angesichts der Vernissage für die neue Ausstellung, dazu kamen viele Interessierte. Wegen des unbeständigen Wetters fand die Eröffnung der Schau in den angrenzenden Räumen von HolzArt statt.

»Eisen: Die Magie des Eisens, die Magie der Form« ist der Titel der neuen Schau. Zur Person des Künstlers: Evangelos Papadopoulos wurde 1974 in Athen geboren. Nach einem Studium zum Bergbau- und Metallurgieingenieur in Athen studierte er von 1998-2005 Freie Kunst an der Kunstakademie Münster. Seit 2001 gab es Ausstellungen und Stipendienaufenthalte im In- und Ausland. 2015/2016 erhielt er einen Lehrauftrag an der Hochschule Darmstadt im Fachbereich Design. Er arbeitet in Düsseldorf. Weitere Informationen auch unter www.evangelospapadopoulos.eu.

Eisen fasziniert den Künstler

Evangelos Papadopoulos ist ein Künstler, der andere Techniken als die sonstlich üblichen verwende, so Thomas Vinson. Teilweise haben die Objekte beschichtete Oberflächen. Der Künstler betonte, dass seine Ausstellung in der »Mücker Kunsthalle« Vollendung finde.

Die Magie des Eisens nimmt einen gefangen. Durch die Reflektion der Beleuchtung hat man das Gefühl, dass sich der Raum nach außen erweitert, so zumindest die Wahrnehmung. Allerdings ist es nur imaginär. Die Ausstellung versucht ein subtiles Gleichgewicht zwischen Ordnung und Chaos, zwischen Form und Formlosigkeit zu wahren. Unerwartetes, rational nicht Erklärbares, tritt hier hervor, weitet den Blick »und lässt den Betrachter im besten Fall für einen Moment lang das plötzliche Erscheinen eines rätselhaften Charakters der Arbeiten in ihrem Dasein erahnen«.

Die Installationen an der Decke wirken wie mal eben mit der Hand zusammengedrückt. Sie versprühen die Leichtigkeit von Wolken.

Evangelos Papadopoulos dankte dem Vorstand und den Mitarbeitern des Kunstturms. Man habe ihm Zeit gelassen, seine Installation mit Muße vorzubereiten. Selbst sagte er, dass er intuitiv arbeite und sich inspirieren lässt. »Wenn etwas zerbricht oder zerstört wird, bevor daraus etwas Neues entsteht, gibt es einen Zwischenschnitt.«

Die Ausstellung ist jetzt bis zum 13. November zu sehen. Geöffnet ist sie jeweils sonntags von 14 bis 17 Uhr. Zusätzliche Öffnungszeiten nach telefonischer Vereinbarung unter der Nummer 0172-1365286. Weitere Informationenn gibt es auch unter: www.kunstturmmuecke.de.

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