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Ein Werk für Oranienburg

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Von: Jutta Schuett-Frank

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Jasper Buijse und Daan, Anni Peter, Sophie Buijse mit Rob sowie Künstler Michael Hartmann und Oliver Hartmann in der Ernst-Eimer-Stube. © Jutta Schuett-Frank

Mücke-Groß-Eichen (sf). »Frühe Werke« von Ernst Eimer und die neue Sonderausstellung »Farbenspiel und Träumereien« von Michael Hartmann waren bei der ersten Öffnung nach der langen, pandemiebedingten Pause in der Ernst-Eimer-Stube dieser Tage Publikumsmagneten.

Die »Frühen Werke« Ernst Eimers besitzen keine einheitliche künstlerische Handschrift. Sie zeigen vielmehr das Ausprobieren verschiedener Stilmittel und Techniken. Außerdem begann er in dieser Ausbildungsphase, fantasievolle und verspielte Märchenbilder zu malen. Einige dieser Bilder sind in der aktuellen Ausstellung zu sehen. Besonderes Aufsehen bei den Besuchern erregte das Märchenbild »Lauschende Waldbewohner«, das mit einer Größe von 140 x 77 Zentimeter das größte bisher bekannte Märchenbild Ernst Eimers darstellt. Der Verein hat es von einem Privatbesitzer für die bevorstehende Ausstellung »Allerlei Märchenhaftes« (1. Oktober bis 31. Dezember) in Oranienburg ausgeliehen.

An diesem Tag wurde im »Blauen und Grünen Salon« sowie in der Kunst-Remise auch die farbenfrohe Sonderausstellung »Farbenspiel und Träumereien« von Michael Hartmann aus Bad Homburg eröffnet. Er ist ein Urgroßneffe Ernst Eimers, seine Urgroßmutter war Ernst Eimers Schwester. Michael Hartmann experimentiert mit Acrylfarben, die Technik ist bekannt unter dem Namen »Fluid Art«. Kennzeichnend ist die Verwendung von Acrylfarben mit besonders hoher Fließfähigkeit, damit die Farbe geschmeidig über den Malgrund fließen kann. Beim »Acrylic Pouring« werden Acrylfarben auf einen bespannten Keilrahmen gegossen und durch Neigungen der Oberfläche in ihrem Farbverlauf beeinflusst. Diese Technik bietet abwechslungsreiche Gestaltungsmöglichkeiten mit überraschenden Farbspielen und unvorhersehbaren Kreationen, die man in der Ausstellung bewundern konnte. Mit der gleichen Technik wurden auch Schmuckanhänger und Ohrringe gestaltet, die auf großes Interesse stießen. Die Ausstellung wird auch bei der nächsten Öffnung noch einmal zu sehen sein.

Die gute Wetterlage begünstigte den Aufenthalt im Freien, allerdings vermissten die Besucher Kaffee und Kuchen zur gewohnten Abrundung eines Museumsbesuches.

Wann die Stube wieder geöffnet hat, hängt von der weiteren Entwicklung des Pandemiegeschehens ab. Zurzeit bereitet der Vorstand eine Ausstellung im Regionalmuseum in Oranienburg und eine dreitägige Busfahrt zu diesem Ereignis vor.

Für Kurzentschlossene besteht die Möglichkeit, noch einen Platz zu erhalten. Nachfrage unter Tel. 0175-5224141 (Christel Wagner).

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