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Ein Ehepaar erklärt das Weltall

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Von: Jutta Schuett-Frank

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Beim Besuch in seinem Heimatort Nieder-Ohmen hat »Fernseh-Prof« Harald Lesch (»Leschs Kosmos«) mit seiner Frau Cecilia Scorza de Appl große und kleine Menschen begeistert.

Harald Lesch hatte zunächst eine Gruppe von Konfirmanden des Kirchspiels Nieder-Ohmen besucht und mit ihnen gemeinsam den Gottesdienst am Sonntag vorbereitet.

Leschs Ehefrau engagiert sich in der Verbreitung astronomischer Kenntnisse an Schulen, ferner gibt sie Astronomiebücher für Kinder heraus und wurde dafür bereits ausgezeichnet. Cecilia Scorza bot zunächst eine Fortbildung für das Kollegium der Grundschule Kunterbunt in Nieder-Ohmen an, wobei sie den Pädagoginnen Methoden vorstellte, um die Entdeckerlust der Schulkinder am Sonnensystem zu entfachen.

Am Folgetag hatten sich rund 50 Kinder aus Atzenhain, Bernsfeld und Nieder-Ohmen mit ihren Betreuerinnen im Konfirmandensaal in Nieder-Ohmen versammelt. Eingeladen hatten Scorza und Lesch in Zusammenarbeit mit der örtlichen Grundschule und der Kirchengemeinde. Gemeinsam wollten alle an diesem Nachmittag die Heimat, aber auch das Universum näher erkunden. Neben Wissensdurst weckenden Kurzfilmen und Bastelarbeiten brachte das astronomische Expertenduo den kleinen Forschern auf spielerische Weise das Sonnensystem nahe. Dabei wurde deutlich, wie kostbar unser Heimatplanet ist, und deshalb gaben sich alle Teilnehmenden das Versprechen, die Erde durch nachhaltiges und umweltbewusstes Verhalten schützen zu wollen.

Wurst und Bier

Den Abschluss des Besuchs bildete ein Gottesdienst mit hunderten Teilnehmern am Sonntag, den Harald Lesch gemeinsam mit den Konfirmanden und Pfarrer Nils Schellhaas vorbereitet hatte. Das Gotteshaus war überfüllt und einige Besucher nahmen sogar auf den Treppenstufen Platz.

In seinem Vortrag sprach Harald Lesch von der Nieder-Ohmener Kanzel aus zu begeisterten Zuhörern. Gemäß dem Thema der Jahreslosung für 2018 erläuterte der Astrophysiker und Naturphilosoph in seiner bekannt leichtverständlichen und humorvollen Art die Entstehung und chemische Besonderheit von Wasser.

Mit den spannenden Entdeckungen, die Harald Lesch seiner Hörerschaft bot, verband er zudem den Aufruf, mit dem blauen Planeten angesichts nachfolgender Generationen verantwortungsvoll umzugehen. Nach dem Schmelzen der Eismassen, also wenn das Eis nicht mehr da ist, werde man unter anderem auf Dänemark, Venedig oder England verzichten müssen. Lesch: »Gute Gäste verlassen ihre Gästewohnung sauberer, als sie sie vorgefunden haben«.

Gemeinsam mit den Konfirmanden und Pfarrer Nils Schellhaas wurde dann die Fürbitte gesprochen. Kirchenvorstandsvorsitzende Regina Pfeiff dankte der Familie Lesch und überreicht eine typische Vogelsberger Wurst zusammen mit einem Bauernbrot und Bier.

Nach dem Gottesdienst blieb man noch bei Kaffee und Muffins, die ehrenamtliche Helfer gebacken hatten, in der Kirche beisammen. Viele nutzten die Gelegenheit, um mit Harald Lesch persönlich ins Gespräch zu kommen.

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