Duschen für Fortgeschrittene und eine schrille Wirtin

Mücke-Merlau (sf). Super Stimmung beim Weiberfasching mit vielen tanzenden Männern, streitendem Ehepaar und flotten Garden. Ein Glanzlicht: Die Darstellung der Unterschiede von Mann und Weib beim Duschen.

Mücke-Merlau (sf). Rappelvoll war die Narrhalla in Merlau zum Weiberfasching und man sah nur fröhliche Menschen in bunt schillernden Kostümen. Einige Männer waren in Dirndl, Gardekleidchen und andere Damenbekleidung geschlüpft und wurden als Hilfspersonal geduldet. Eine einzigartige Stimmung herrschte im Saal und nach dem Einmarsch legte Sitzungspräsidentin Kerstin Schäfer-Rühl los, unterstützt von ihrer Co-Moderatorin Angela Koch und dem restlichen Elferrat. Kerstin Schäfer-Rühl ist eine Super-Präsidentin, das Publikum war einfach spitzt und das Programm es Abends einfach nur überragend. Zeremonienmeisterin war Monika Prihoda und als Kanoniere fungierte Sven Kaufmann und Max Münch.

Mit der Seniorengarde startete die Faschingsreise und man hörte überall nur Zugabe-Rufe. Viel Grazie, grandiose Hebefiguren und ein tolles Tanzbild boten sich dem Publikum. Lisa Marie Tröller berichtete dann vom Leid mit dem Tapezieren: "Bei der siebten Bahn wurde die erste wieder munter und rutschte langsam die Bahn wieder runter." Da half nur noch Annageln. Weihnachtliche Gefühle wurden wach, denn mit Santa Klaus und den Rentieren stürmten die Harlekins des MCV auf die Bühne und sie hatten das Publikum auf ihrer Seite. Brillant, gekonnt und total bezaubernd war der Auftritt.

Alexandra Merz und Birgit Beer waren ein tolles Ehepaar "Kein Name" bei einer ganz normalen Frühstückssituation. Er las Zeitung und will seine Ruhe, sie stellt ihm "lebenswichtige Fragen" und das Frühstück endet im heftigen Streit – da half dann auch kein "Schatzi" mehr. Die Ruppertenröder Presskepp machten wieder Station in Merlau und es waren die ersten strammen Waden und schönen Oberkörper, die der Frauenwelt präsentiert wurden. Mit "Schatz schenk mir ein Foto von Dir" stürmten sie die Narrhalla.

Gaststubengeschichten hatte "Wirtin" Gerrit Rüffieux zu erzählen. Ein Gast wollte Schnecken, doch die waren gerade aus gegangen. Wollte doch der Gast wissen, wann man sie denn zurückerwartet. "Mein schönstes Trinkgeld ist, wenn ihr alle lacht und euch die Wirtin eine Freude gemacht." Und das hatte sie, die männliche Wirtin. "Nachts im Museum", ein wahrlich exotischer Tanz mit Schwarzlicht und Lichteffekten, wurde dann von den "No names" geboten. Die "No Names" vom MCV rissen das närrische Volk damit von den Bänken.

Der Unterschied zwischen Frauen und Männern, wenn sie duschen, ist nun dem närrischen Volk klar. Gut beobachtet haben das Angela Koch, Kerstin Fink, Carmen Beck und Bianca Lindemann, die nun das Ergebnis der Beobachtungen präsentierten. Die Lachtränen kullerten nur so. Zwergenalarm wurde ausgerufen, als das Männerballett aus Flensungen die Merlauer Faschingsbühne enterte. Die flotten Mannen ließen die Muskeln spielen und zeigten sich nur wenig bekleidet. Die närrischen Weiber gerieten fast in Extase.

Kölner Flair hielt Einzug, als die Struwwelichs der TSG zu den aktuellen Hits der Faschingskampagne tanzten. Ihr Motto klautete "Merlau, Rio, Menz – alles is doch ens". Kerstin Schäfer-Rühl und Karsten Berg lieferten sich ein gekonnten Duell und die Frauen schrien ihren Beifall lauthals heraus. Es blieb keine Auge trocken bei dem Vortrag. Der leicht überspannte Ehemann wurde aber von seiner Gattin schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeführt. Den Saal brachten auch die Beltershainer Männer mit ihrem Ballett-Auftritt wieder zum Wackeln. Aus Skifahrern wurden dabei Schuhplattler-Tänzer – mit freiem Oberkörper versteht sich.

In Fachzeitschriften hat sich Hans-Albert Kratz informiert und verschiedene Diäten schon probiert, doch alles hat fehlgeschlagen. Ob Schokoladendiät, Kohlsuppen-Diät oder die von Weight Watchers, alles klappte nicht. Dann stellte einer fest, dass mit ihm ja alles in Ordnung wäre, er sei nur für sein Gewicht einfach zu klein. Die dicken und die schlanken spendeten nicht enden wollenden Applaus. Oscarreif war die Vorstellung des MCV A-Teams. Die schönsten Kerle Merlaus traten auf und es war ein gigantischer Anblick: Marcel Krieger, Sebastian Pfeiffer, Arno Bäuml, Kai-Uwe Merz, Dennis Awisiusz, Marvin Preisendörfer, Max Hoffmann, Karten Burg, Jonas Jakobi verdienten sich einen Oscar. Sabine Sauer wurde beim Training unterstützt von Alexandra Merz und Petra Bäuml. Auch Traditionen wie das gemeinsame Singen des Merlau Faschingsliedes "Tolle Tage, tolle Nächte" werden nicht vergessen. Die Struwwelichs läuteten dann das Finale ein und die Faschings-Tanzparty mit der Hofkappelle "The Flowers" ging bis in den frühen Morgen. Ab Mitternacht waren Männer in Männerkleidung zugelassen. Fazit: Pompös das Programm und bombastisch die Stimmung.

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