Spatenstich beim Schützenverein Merlau für die Erweiterung des Vereinsgebäudes. FOTO: SF
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Spatenstich beim Schützenverein Merlau für die Erweiterung des Vereinsgebäudes. FOTO: SF

"Deutschlandweit ganz vorn"

  • vonJutta Schuett-Frank
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Mücke-Merlau(sf). Das Schießsportzentrum des Schützenvereins Merlau ist ein großes Objekt, doch wenn man die Wünsche der heutigen Generation berücksichtigen will, dann muss man auch im Vereinssport Veränderungen einbringen. Es ist ein Erweiterungsbau geplant und dafür wird einiges an Geld benötigt.

Der Verein hat beim Land eine Förderung beantragt und es wurden 50 000 Euro bewiligt. Ein Projekt mit der Volksbank brachte weitere 1000 Euro. Landrat Manfred Görig überreichte nun einen Scheck über die Förderung vom Kreis in Höhe von fast 20 000 Euro. Die Fördermaßnahmen sind über den Sportkreis angefordert worden und so war auch Sportkreisvorsitzender Werner Eifert bei der Übergabe anwesend.

Bürgermeister Andreas Sommer war ebenfalls anwesend und überbrachte einen Bewilligungsbescheid über rund 19 000 Euro aus der Vereinsförderung der Gemeinde.

Dieser Tage war es soweit und der erste Spatenstich am Erweiterungsbau fand statt. Schützenvereins-Vorsitzender Uwe Frömming begrüßte dazu auch Planer Helmut Plock, Ortsvorsteher Dieter Daniel und weitere Ehrengäste.

1957 wurde der Schützenverein Merlau gegründet, daran erinnerte Uwe Frömming und zwei Männer der ersten Stunde, Ehrenvorsitzender Heinz Frömming und Ehrenmitglied Herfried Wilfert, erleben nun einmal den Erweiterungsbau.

Es begann mit dem Schießstand am Ölberg und ging weiter über einen Schießstand in der Gaststätte Hörle, bei der Schießsportgemeinschaft mit Ruppertenrod und bis zum Schießstand im Keller des Dorfgemeinschaftshauses in Merlau.

1990 fassten die Vereinsverantwortlichen den Entschluss, das Schießsportzentrum zu bauen und es folgten ganze zwölf Jahre an Planungszeit. 2002 ging es dann los, aber es galt eine Finanzlücke von 100 000 Euro zu schließen. Nach elf Jahren konnte der Verein die Summe dann zurückzahlen.

Nun hat man sich wieder für den Fortschritt und nicht den Stillstand entschieden, sagte Uwe Frömming voller Stolz.

Der Verein starte wieder eine zukunftsorientierte Baumaßnahme, deren Start erneut zwei Jahre Planungsarbeit vorausgegangen sind. Für die komplette Baumaßnahme sind 200 000 Euro einkalkuliert. In der sogenannten Multifunktionshalle können dann an zehn elektronischen Anlagen alle Disziplinen geschossen werden, die möglich sind. Auch können Veranstaltungen mit bis zu 160 Personen an Tischen und Veranstaltungen bis 250 Personen (stehend) stattfinden. "Als einer der ersten Vereine in Deutschland werden wir mit neuestem Licht, Laser und Ton eine Schieß- anlage mit einer Bildfläche von über 20 Quadratmetern installieren, die es uns ermöglicht, Aktivitäten ohne Altersbegrenzung anzubieten. Wir verwenden keine scharfe Munition und somit entsteht auch keine Umweltbelastung", so Frömming.

Lob für die Jugendarbeit

Landrat Manfred Görig erinnerte sich gut an das Schießsportzentrum, denn auch zum Karneval habe man dort gefeiert. In der heutigen Zeit sei es keine leichte Aufgabe, eine Baugenehmigung für ein solches Projekt zu bekommen. Es gebe zahlreiche Hürden.

Der Schützenverein hat rund 150 Mitglieder und bei einer Maßnahme in dieser Größenordnung sei die ehrenamtliche Leistung ein ganz wichtiger Punkt. Um junge Menschen für den Sport zu begeistern "muss die Anlage auf dem neuesten Stand sein", so der Landrat. Die Begegnungen nach Feierabend in den Vereinen machen das Leben lebenswert, meinte Bürgermeister Andreas Sommer. Das kulturelle Leben werde gefördert und gestärkt und man könne sich im Vereinsleben einbringen und engagieren.

Durch die Änderung der Vereinsförderrichtlinien könnten nicht mehr nur Sportvereine, sondern auch andere Vereine profitieren.

Ortsvorsteher Dieter Daniel fand es auch diesmal wieder eine mutige Entscheidung der Schützen, den Erweiterungsbau zu wagen.

Ferner lobte er die gute Jugendarbeit des Vereins. Die Baumaßnahme sei ein wichtiger Baustein für die Zukunft des Vereins.

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