Ein Kind bemalt vor der Kirche in Nieder-Ohmen ein sogenanntes Lebenskreuz. FOTO: SF
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Ein Kind bemalt vor der Kirche in Nieder-Ohmen ein sogenanntes Lebenskreuz. FOTO: SF

Bunte Steine vor der Haustür

  • vonJutta Schuett-Frank
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Mücke-Nieder-Ohmen(sf). Aneinander denken und Zeichen setzen heißt das Motto, dem viele Familien mit Kindern in der evangelischen Kirchengemeinde Nieder-Ohmen folgen. In der Zeit um Ostern herum fanden viele Menschen in Atzenhain, Bernsfeld, Nieder-Ohmen und Wettsaasen einen bemalten oder beschriebenen Stein vor der Haustür oder sie entdeckten beim Spaziergang ein farbiges Kreuz in einem Vorgarten. Die Kirchengemeinde Nieder-Ohmen hatte zu beiden Aktionen eingeladen.

Die Aktion mit dem christlichen Symbol auf Steinen wurde zuerst in der Kirchengemeinde Ulrichstein von Pfarrerin Antje Armstroff ins Leben gerufen und die Idee mit den Lebenskreuzen stammt aus der Kirchengemeinde Großen-Buseck. Ehrenamtlich Aktive aus Nieder-Ohmen hatten diese Ideen aufgegriffen und das Pfarrehepaar Schellhaas unterstützte die kreativen Vorschläge. Zahlreiche Kinder bemalten Steine mit christlichen Symbolen wie Fisch oder Regenbogen und schrieben gute Wünsche wie "Bleib gesund" auf die Steine. Die bunten Steine wurden vor der Haustür von Menschen abgelegt, denen man während der Kontaktsperre nicht begegnen kann.

Ihnen sollte damit ein Zeichen gegeben werden: Wir denken an Dich. Als weitere Aktion bastelten Familien große Kreuze, um sie von den Kindern bunt bemalen und verzieren zu lassen. Solche Kreuze sah man in so manchem Vorgarten, an Fußwegen und auch vor der geöffneten Peter-und-Paul-Kirche.

Vom Kirchturm ertönten Glocken; Mitglieder des Posaunenchors spielten Lieder aus Fenstern, Gärten und von Balkonen.

An der geöffneten Tür des Nieder-Ohmener Gotteshauses standen zwei Lebenskreuze zum Gestalten bereit. Das Team von Jugendtreff, Kinderchor und Kindergottesdienst hatten sie vorbereitet.

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