Heinrich Weinandt überreichte Christel Wagner ein Bild aus dem Nachlass von Ernst Eimer, die Freude beim Verein ist groß. (Foto: sf)
+
Heinrich Weinandt überreichte Christel Wagner ein Bild aus dem Nachlass von Ernst Eimer, die Freude beim Verein ist groß. (Foto: sf)

Ein Bild kehrt nach Hause ins alte Pfarrhaus zurück

Mücke-Groß-Eichen (sf). Es war ein bewegender Moment in der Ernst-Eimer-Stube im ehemaligen Pfarrhaus in Groß-Eichen. Es war ja üblich, dass früher dort die Pfarrer mit ihren Familien lebten. So auch die Familie des Pfarrers Wilhelm Weinandt.

Er versah dort seinen seelsorgerischen Dienst in den Jahren 1945 bis 1957. Der jüngste Spross der Familie, Heinrich Weinandt, verbrachte die ersten elf Lebensjahre in Groß-Eichen. Später ging er weg und verlor er Groß-Eichen aus den Augen. Nun war er kürzlich bei einem Familientreffen in Laubach und erfuhr, dass es ein Ernst-Eimer- Museum gibt.

Aus dem Nachlass seines Vaters entstammt ein Bild, gemalt von Ernst Eimer. Es ist ein Blick auf das Dorf Groß-Eichen und man sieht den Kirchturm im Zentrum gesehen vom Atelier aus. Heinrich Weinandt hatte die Idee, dieses Bild wieder nach Groß-Eichen zu bringen und schenkte es nun dem Ernst-Eimer-Verein. Vorsitzende Christel Wagner zeigte sich begeistert. Zumal sie dieses Bild vorher noch nie gesehen hatte. Außerdem waren zur Übergabe noch viele weitere Ernst-Eimer-Freunde gekommen und auch die Hausherrin Pfarrerin Kerstin Kiehl. Christel Wagner bedankte sich und sagte: "Es ist nun das einzige Bild, welches dem Verein gehört. Die anderen Bilder in den Wechselausstellungen sind alles Leihgaben". Gemeinsam mit Pfarrerin Kerstin Kiehl hat sie auch einen passenden Platz für den Neuzugang gefunden.

Nach der offiziellen Übergabe des Bildes gab es Sekt und Snacks und man kam ins Gespräch miteinander. Alte Erinnerungen wurden ausgetauscht, von Nachbarn wurden Bilder geholt, die sie einst als Hochzeitspaar zeigten, das von Pfarrer Weinandt getraut worden war. Es herrschte eine ganz besondere Atmosphäre der Vertrautheit. Zierte einst das Bild das Wohnzimmer der Familie Weinandt, so ist es nun nach fast 60 Jahren wieder ins Pfarrhaus zurückgekehrt. Die Begegnung am Montagnachmittag dauerte gut zwei Stunden und man drehte das Rad der Zeit um einige Jahrzehnte zurück und schwelgte in Erinnerungen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare