Keine Langeweile ließ Albrecht Beutelspacher in seiner Mathe-Show an der Schule aufkommen. (Foto: sf)
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Keine Langeweile ließ Albrecht Beutelspacher in seiner Mathe-Show an der Schule aufkommen. (Foto: sf)

Beutelspacher zauberte für Schüler mit Zahlen

Mücke (sf). Mit ihm macht Mathematik Spaß: Albrecht Beutelspacher, Zahlengenie und Mathe-Professor an der Universität Gießen. Wer ihn einmal live erlebt hat, gerät ins Schwärmen.

Dieser Tage begeisterte er an der Gesamtschule Mücke die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 10. Staunende Gesichter sah man ausnahmslos, denn Beutelspacher vermittelt Mathematik, wie es in keinem Schulbuch zu finden ist.

Zuerst war es die Geometrie, die er anhand von Beispielen verdeutlichte. Die erste Zahl sei vor 30 000 Jahren entstanden. Man habe die Zahlen zuerst in Strichen geschrieben. Unser Zahlensystem, so Beutelspacher weiter, ist in Indien erfunden worden, dort wurde die Zahl Null entdeckt. Dann begeisterte er mit Rechentricks und multiplizierte so ganz nebenbei 996 mal 885.

Jedenfalls servierte der Uni-Dozent den trockenen Stoff mit Humor und sehr anschaulich. Man könne die mathematischen Formeln auswendig lernen, aber das sei "bei der Anwendung mit vielen Risiken behaftet". Der bessere Weg sei das Denken und Verstehen. Fasziniert hat das Experiment mit dem Möbiusband, das die Unterschiede von innen und außen, oben und unten aufhebt. Wie aus zwei Ringen ein Quadrat wird, sah schon fast aus wie ein Zaubertrick.

Schüler und Lehrer applaudierten, man war fasziniert von der Leichtigkeit, mit der Beutelspacher Zahlen beherrscht und dies durch Experimente unterstrich. Der stellvertretende Schulleiter Gustl Theiß dankte ihm, dass er zum Denken angeregt hat.

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