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»Besser keine Kosmetik an den Bordsteinen«

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Von: Kerstin Schneider

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Defekte Bordsteine wie hier in Nieder-Ohmen waren Thema im Ausschuss. © Kerstin Schneider

Mücke (ks). Die Freien Wähler wollten, dass im Haushalt der Gemeinde für dieses Jahr 100 000 Euro für die Sanierung von kaputten Bordsteinen vorgesehen werden. Günther Zeuner begründete diesen Antrag im Haupt- und Finanzausschussdamit, die Bordsteine seien teilweise in sehr desolatem Zustand. Dafür hätten auch beispielsweise der Lkw-Verkehr für den Bau der Autobahn 49 und der Umleitungsverkehr bei Staus gesorgt.

Bürgermeister Andreas Sommer verwies hierzu auf einen »Masterplan«, der mit Hessen Mobil abgestimmt sei. Danach stünden in den nächsten fünf Jahren die Sanierung der Bahnhofsstraße in Merlau sowie der Ortsdurchfahrten von Nieder-Ohmen und Groß-Eichen als große Projekte an. Entsprechend würden laut Satzung die Bordsteine gemacht; diesen Teil aus der Satzung herauszunehmen, gehe nicht.

Zeuner sagte, es gehe ihm nicht um eine grundhafte Erneuerung, sondern um eine Reparatur. Hier widersprach Sommer, mit 100 000 Euro »Kosmetik betreiben macht keinen Sinn«. Die kaputten Bordsteine müssten grundhaft erneuert werden. Alles andere werde auch zu Ungerechtigkeiten führen, wenn auf Gemeindekosten irgendwo Bordsteine repariert würden und woanders müssten die Bürger im Rahmen ihrer satzungsgemäßen Beteiligung dafür zahlen. Die Anlieger hätten die Bordsteine ja nicht selbst kaputt gefahren.

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