"Bär doanzte" gewaltig in bei "Uhme-Nuhme"-Fasching

Mücke-Ober-Ohmen (sf). Ohne Elferrat, aber mit witzigen Aktiven zeigte sich die Ober-Ohmener Faschingssitzung von der lustigsten Seite. Prominent dabei: Jutta Daubertshäuser und die grazilen Tanz-Schwäne.

Mücke-Ober-Ohmen (sf). Sitzungspräsident der Ober-Ohmener Fassenachter ist Uwe Liehr mit seiner "Ich-AG", denn er steht ganz ohne Elferrat da. Er begrüßte an beiden Abenden am Wochenende die Narrenschar auf dem Kirchberg, die sich in bunten Verkleidungen dem Genuss der Prunksitzungen hingab. "Ein kleiner Rückblick in die Hauptstadt, der soll reiche. Das Volk soll sich privat versichern, dann können Bankster kräftig kichern. Die Schulden steigen immer mehr, statt die Finanzmärkte zu regulieren – dürfen die Bankster das Volk anschmieren. Die Politik, leider ist’s wahr, ist närrisch übers ganz Jahr", meinte Liehr zum Einstand ins bunte Treiben. Und: "Lasst erzittern diesen Bau, mit nem dreifach donnernden Uhme-Nuhme Helau".

Glamourös war der Tanz der Gruppe "Take Five" mit Alina Bizjak, Magdalena Kömpf, Selina Pfeil, Sophia Müller, Lea Rühl. Einstudiert wurde der Tanz von Steffi Bizjak. Das Formularwesen bei der Krankenkasse wurde von Ute und Harald Winter aufs Korn genommen. Der Unfallhergang musste genau aufgezeichnet werden und so beschrieb der Patient detailgetreu, dass er mit einem gefüllten Speiskübel an einer Seilwinde hing und was daraus resultierte.

Als Gäste wurden begrüßt: der ehemalige Sitzungspräsident Gerald Zulauf, Günter Zeuner aus Ruppertenrod mit Prinzenpaar, eine Abordnung aus Groß-Eichen, eine Abordnung aus Stangenrod mit Prinzenpaar, Gäste aus Langsdorf und Laubach sowie der frührere Sitzungspräsident aus Freienseen, Roger Meder, mit dem Prinzenpaar und eine Abordnung aus Flensungen mit dem neuen Sitzungspräsidenten Benjamin Christ.

Alle Abordnungen lobten Jutta Daubertshäuser, denn sie vertritt Ober-Ohmen als Faschings-Botschafterin Landkreis übergreifend. Mit ihren Vorträgen ist sie stets ein Garant für beste Stimmung.

"Ich will die Eisbärn sehen", hieß es dann beim Hitmix-Tanz mit Christiane Müller, Johanna Müller, Martina Oehler, Verena Liehr und Gitte Thieme. Regina Wingefeld und Jutta Daubertshäuser hatten im letzten Jahr wieder die Missgeschicke der Dorfbewohner beobachtet und gaben sie nun zum Besten. Aus aktuellem Grund wurde nicht "Der Wulff im Schafspelz" gespielt, sondern "Schneewittchen und die sieben Zwerge".

Die "Holzköpp" brillierten hier mit Peter Schweitzer, Veronika Seibel, Jasmin Seibel, Katrin Schweitzer, Anna-Lena Schweitzer, Nicole Schweitzer, Mandy Hauck, Dominik Hauck, Benjamin Hauck, Bianca Weitzel, Sebastian Dames, Natalie Weitzel und Jasmin Eichling.

Erstmals stand Pfarrer Markus Witznick mit einer Predigt an sein Volk in der Kirchbergs-Bütt. Nach einem Missgeschick: "Ich seh naut, ich seh naut, das Leben ohne Brille ist wirklich schwer, ich seh got naut mehr". Das brachte ihm schallenden Applaus ein. Und: "Adam suchte lange eine Frau – mit seinem guten Körperbau. Gott begann Eva zu kreieren – Adam wollte sie nicht mehr verlieren. So dass er seine Männlichkeit vergaß und sogar einen Apfel aß. Gemüse und Obst kam auf den Tisch, Körner, Müsli und anderes Gemisch. So nahm das Verhängnis seinen Lauf. Und Adam nahm den Apfel in Kauf". Stehende Ovationen wurden ihm zuteil. "I´m walking on sunshine" tanzte die Gruppe "Let’s Fetz". Schick sahen sie aus, die Mädels und Jungs. Viel Beifall erhielten die jungen Stars mit Katharina Liehr, Johanna Müller, Svenja Schott, Alicia Pfeil, Fabian Horst, Henrik Keil, Patrick Schott, Dennis Bär. Einstudiert wurde der Tanz von Hanna Winter und Antje Otterbein.

Über das Leiden der Patienten, das unheimliche Wartezimmer, und die Rentnerbravo wusste Enno Oehler einen detaillierten Bericht abzugeben. Der "Licher Zug" aus Ober-Ohmen ist stets ein Hingucker. Grazile Beine, geschmeidige Bewegungen, so gefielen die Schwäne der männlichen Damenriege. Ohne Zugabe konnten sie sich nicht zurückziehen. Der Showtanz wurde von Iris Pfeil einstudiert, Schwäne waren Gernold Pfeil, Arno Reichhold, Bernd Liehr, Uwe Liehr, Hans-Jürgen Otterbein, Reiner Weisensee und Markus Volp.

Schick und elegant präsentierte sich Jutta Daubertshäuser als "Uhme-Nihmer Urgestein". Aber sie war auf dem Sprung nach Berlin, weil dort ein geeigneter Bundespräsident gesucht wird. Mit ihren schön gestrickten Geschichten entflammte sie die Narrenherzen. Ihr Altargeschenk, so tituliert sie ihren Ehemann, musste unter ihrer scharfen Zunge leiden. Mit ihren Trinksprüchen löste sie Lachsalven aus. Zu guter Letzt erklärte sie den Begriff "Klapperstorch" noch zeitgenössisch: Mama und Papa treffen sich in einem Chatroom, dann wird downgeloadet, aber die firewall hat versagt und dann läuft das neunmonatige Programm. Stehende Ovationen gab es als Dankeschön.

Das Finale wurde von der TSV-Tanzgarde eingeläutet. Es tanzten mit Bravour Hanna Winter, Nadja Schott, Antje Otterbein, Svenja Schott, Aline Preisendörfer und Timo Köhler. Auch diesen Tanz wollten die Kirchbergfassenachter nochmals sehen und dann stürmten alle Aktiven die Bühne.

Zu den Klängen der Caballeros wurde noch bis zum Morgen gefeiert. Für Programmablauf und Bühnenaufbau sorgten Patrick Schott und Dennis Sann. Für die Technik war Udo Oehler verantwortlich. An der Kamera war Daniel Daubertshäuser aktiv.

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