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»Babyzeil« herausgeputzt

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Von: Jutta Schuett-Frank

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Bürgermeister Andreas Sommer mit Dr. Manuel Lösel und Bernd Reitz vom Obst- und Gartenbeuverein sowie Ortsbeiratsmitgliedern. © Jutta Schuett-Frank

Mücke-Nieder-Ohmen (sf). Nieder-Ohmen hat wieder vom Projekt »Starkes Dorf - Wir machen mit« profitiert und 5000 Euro erhalten. Bürgermeister Andreas Sommer begrüßte jetzt zur Übergabe des Geldes Kultusstaatssekretär Manuel Lösel. Im Rahmen des Programms »Starkes Dorf« fördert die Landesregierung Projekte, die die Lebensqualität und den gesellschaftlichen Zusammenhalt auf dem Land stärken und das Miteinander zwischen Jung und Alt verbessern.

Rasten erlaubt

Es geht um einen Platz, der gerne von Radfahrern und Spaziergänger genutzt wird, so Bürgermeister Sommer, denn der Dorfplatz liegt direkt am Radweg. Seit der Dorfplatz herausgeputzt wurde, wird er mehr denn je von Radfahrern als Rastplatz genutzt. Der Dorfplatz wird von den Nieder-Ohmener liebevoll »Babyzeil« genannt.

Die Wunschlisten der Ortsbeiräte in den zwölf Gemeinden sind immer sehr lang und umso mehr freute sich Sommer, dass sich wieder eine Gruppe gefunden hat, diesen Wunsch umzusetzen. Der Ortsbeirat mit Ortsvorsteher Jörg Matthias hat das Vorhaben angeschoben und der Obst- und Gartenbauverein mit Bernd Reitz an der Spitze stellte den entsprechenden Antrag. Ein Dankeschön ging auch an die ortsansässige Firma Bast, die ihr Know-how gerne eingebracht habe.

Heimische Sträucher wurden gepflanzt, um auch für die Artenvielfalt etwas zu tun. Der Platz wurde etwas angehoben und gepflastert, die Beete abgegrenzt und ein neuer Fahrradständer installiert. Die Pflasterarbeiten und ein Teil der Sträucher wurden von der Firma Bast entgeltfrei beigesteuert. Dr. Manuel Lösel, selbst ein begeisterter Radfahrer, war hocherfreut über den Dorfplatz, eine Stätte der Begegnung zwischen Jung und Alt. Ihn begeisterte die tolle Ausschilderung des Radweges und für Radfahrer sei alles vorhanden: »Eine Eisdiele um die Ecke und der Grieche lockt auch mit leckerem Essen«. Auch die modernen Fahrradständer passten sehr gut zu dem Platz. Es seien alle Voraussetzungen gegeben, dass das Land in dem Fall den Höchstsatz von 5000 Euro gebe, denn es sei die große Eigenleistung vorhanden, Vereine und Freiwillige engagierten sich und selbst eine Firma habe sich beteiligt. Der Obst- und Gartenbauverein unterstütze das Vorhaben mit weiteren 1000 Euro und vom Ortsbeiratsbudget flossen ebenfalls noch 500 Euro ein, so Ortsvorsteher Jörg Matthias.

Das Ganze sei ein Beispiel zum Nachahmen, so Lösel. Familie Sommer lud noch zu Kaffee und Kuchen ein, doch man musste wegen eines Regengusses ins Backhaus umziehen. Auch dieses Projekt wurde schon gefördert.

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