1000-Jahr-Feier

6000 Besucher beim Festzug in Groß-Eichen

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Da war Bewegung drin: Denn 6000 Besucher drängten sich in den Gassen und auf den Plätzen des Ortskerns, um die rund 70 Attraktionen des stehenden Festzuges zu erleben.

Der Besucherzustrom übertraf die Erwartungen bei weitem: 6000 Menschen besuchten am Sonntag den stehenden Festzug zu 1000-Jahr-Feier des Dorfes, erfreuten sich an den rund 70 Ständen und Aktionen. Das Dorf am Streitbach war Treffpunkt für Menschen auch aus der Region.

Der Tag wurde mit einem Festgottesdienst begonnen, gehalten von Pfarrerin Kerstin Kiehl. In ihrer Predigt sprach sie vom Philipperbrief, einer Verhaltensregel. Apostel Paulus unterstrich darin das Miteinander, um gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen, nicht um für sich selbst mit Ruhm zu erlangen, sondern für alle Menschen gemeinsam etwas zu erreichen. In diesem Sinne hat auch die Dorfgemeinschaft die Aktionen zum Jubiläumsjahr gestaltet. Der örtliche Gesangverein bereicherte den Gottesdienst mit wundervollen Liedern. Ortsvorsteherin Petra Grün, Bürgermeister Andreas Sommer und Orga-Team-Vorsitzende Jenni Schomber lobten die tollen Vorbereitungen und dankten allen, die sich vorne und im nicht sichtbaren Bereich engagierten hatten für die 1000-Jahr-Feier.

Rundflüge mit einem Helikopter

Das Dorf bot für seine Besucher ein rauschendes Fest. Einem Plan folgend konnte man die Highlights der Reihe nach ausfindig machen, oder man fragte einfach die Passanten. Alles spielte sich im Dorfkern ab. Es gab einen fast museumsreifen Bus von Philippi-Reisen und diverse Straßentheaterangebote in ganz vielfältiger Art und Weise, man konnte beim Seil drehen zusehen und handgefertige Körbe sehen. Es gab ferner Motorsägenkunst und "Spatzenklöße", frische Wurst vom Metzger Fuchs und herrliche Lieder von der Band "Bandsalat".

An verschiedenen Stellen gab es ein Schmiedefeuer, und immer wieder hörte man die Geräusche der Rundflüge mit einem Helikopter. Angeboten wurden gemalte Tattoos, man konnte sich beim Rhönradsport oder beim Torwandschießen versuchen, und es gab für die Kleinen einen eigenen Spiel-Paradies-Bereich. In der Ernst-Eimer Stube wurde vom Kunst- und Kulturverein der Ernst-Eimer-Freunde eine Ausstellung eröffnet, und es wurden Pflastersteine als Erinnerungspfad für die 1000 Jahre bemalt und dann draußen verlegt. Bürgermeister Andreas Sommer buddelte seinen Stein selbst ein.

Gott und die Welt traf sich zum Fest in Groß-Eichen, von Ruth Neeb, der einstigen Initiatorin der Ernst-Eimer-Stube, bis hin zum Landtagskandidaten der SPD, Swen Bastian oder auch dem Pfarrehepaar Ellen und Martin Breidert, die in den 1970er Jahren in Groß-Eichen und Sellnrod ansässig waren. Herrliche Blumenbeete in allen Variationen von Kräutern und Blumen und Gemüsen waren zu entdecken, das Dreschen mit den Flegeln sowie die staubende Häckselmaschine.

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