Prämien und Präsente gibt es für die Gerätewarte. FOTO: AU
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Prämien und Präsente gibt es für die Gerätewarte. FOTO: AU

Molotow-Cocktail gelöscht

  • vonDieter Graulich
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Ulrichstein(au). Ein durch einen Molotow-Cocktail in Brand gesetzter Wagen und ein von Hochwasser aufgeschwemmter Gastank - die Aktiven der freiwilligen Feuerwehr in der Kernstadt hatten es im Vorjahr nicht nur mit alltäglichen Einsätzen zu tun. In der Jahreshauptversammlung der freiwilligen Feuerwehr wurde außerdem informiert, dass im März das neue Staffellöschfahrzeug kommt, und mit vier anderen Stadtteilen zusammen 24 Jugendliche in der Nachwuchsgruppe sind.

"Im Jahre 2019 wurden wir zu insgesamt 40 Brand- und Hilfeleistungseinsätzen alarmiert", bilanzierte Wehrführer Jens Patrick Schmitz das abgelaufene Jahr. Die Gesamteinsatzzeit von allen Einsatzkräften aus Ulrichstein-Mitte lag bei 562 Stunden.

Im Schulungsraum der Feuerwehr im Innovationszentrum war ferner zu hören, dass bei zwei Einsätzen schweres hydraulisches Rettungsgerät eingesetzt und vier Personen aus ihrer misslichen Lage befreit wurden. Einen außergewöhnlichen Einsatz habe es beim Jakobimarkt am Dienstag gegeben, denn ein Pkw-Brand sei durch einen Molotow-Cocktail ausgelöst worden. Dieser Einsatz habe auch gezeigt, wie schwierig es sei, bei den Markttagen auf die andere Seite von Ulrichstein zu gelangen. Als besonderen Einsatz nannte Schmitz noch die Umstände bei einem aufgeschwemmten Gastank, der halbschräg in einer Baugrube lag. An der Vielseitigkeit der Einsätze merke man, die Feuerwehr müsse bei allem helfen können, wenn sie alarmiert werde.

Durch die hohe Zahl der Einsätze seien auch 2019 viele Stunden zusätzlicher Feuerwehrdienst geleistet worden, und diese wurden von den Gerätewarten übernommen, berichtete der Wehrführer. Die Aufwandsentschädigung der Stadt werde durch den Feuerwehrverein etwas aufgestockt. Schmitz überreichte die Aufwandsentschädigung an Rosemarie Schmitz, Danny Jäger, Marc Andrè Stein, Karsten Tümmler, Martin Prössl, Johannes Lang und Frank Schäfer.

Der Übungsplan mit 16 Einheiten wurde erfüllt. Für die beste Übungsbeteiligung gab es für Johannes Lang eine kleine Anerkennung. Aufgrund erfolgreich besuchter Lehrgänge wurden Jan Utes und Fritz Krieger zu Feuerwehrmännern befördert.

In seinem Ausblick für dieses Jahr informierte Schmitz, das neue Staffellöschfahrzeug werde im März eintreffen und die Hauptversammlung aller Ulrichsteiner Wehren erfolge am Gründonnerstag, dem 9. April, in Wohnfeld. Vorsitzender Arno Dietz erinnerte in seinem Bericht an die Höhepunkte der Vereins-arbeit 2019, wie die Mitwirkung der Bambinifeuerwehr bei der Liveübetragung der HR-Sommertour vom Badebiotop aus und die Teilnahme an der Aktion "Saubere Landschaft". Aus der Frauengruppe berichtete Rosemarie Schmitz, dass neun Einsatzkräfte bei Übungen und Einsätzen immer dabei gewesen seien.

Jugendfeuerwehrwart Johannes Lang teilte mit dass aktuell 24 Mitglieder aus den Ortsteilen Kölzenhain, Feldkrücken, Rebgeshain, Helpershain und Ulrichstein zusammen übten und insgesamt 27 Übungen/Veranstaltungen hatten. Höhepunkt sei ein Ausflug zum Flughafen Frankfurt/Main gewesen. Lang machte in seinem Bericht auch auf den Betreuermangel bei der Jugendfeuerwehr aufmerksam und bat, dass sich neue Betreuer meldeten.

"Die Stadt hat im abgelaufenen Jahr mit rund 330 000 Euro wieder erhebliche Mittel in den Brandschutz und die allgemeine Hilfe investiert. Dies ist ein absoluter Spitzenwert der letzten Jahre", betonte Bürgermeister Edwin Schneider. Die Feuerwehren seien damit auf einem sehr guten Ausrüstungsstand, was auch der Sicherheit der Einsatzkräfte bei den Einsätzen zugutekomme. Die Gesamtausgaben für Ulrichstein bezifferte er mit 248 000 Euro. Darin enthalten seien Kosten für das neue Staffellöschfahrzeug, Materialaufwendungen, Einsatzkleidung, Kosten für den Feuerwehrstützpunkt wie Strom, Instandhaltung und Bauunterhaltung.

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