Modernes Hotel dank chinesischer Investoren

Romrod (AZ). Die Globalisierung hat auch ihre positive Seiten: Eine Tochterfirma des südchinesischen Konzerns Xinju Corporation kaufte im Dezember vergangenen Jahres das "Dormotel" auf.

Romrod (AZ). Die Globalisierung hat auch ihre positive Seiten: Eine Tochterfirma des südchinesischen Konzerns Xinju Corporation kaufte im Dezember vergangenen Jahres das "Dormotel" auf. Bei einem Besuch der "Allgemeinen" erläuterte Hotelmanager Wolfgang Wellershaus, dass man seit 8. Januar geschlossen hat und nun eifrige Handwerker mit den Sanierungsarbeiten beschäftigt sind. Mit vorläufig 87 Zimmern gehört es zu den größeren Hotels in der Umgebung und soll besonders Geschäftsleute, Messebesucher aus dem Raum Frankfurt und Feriengäste anlocken. Die Eröffnung ist für Anfang April geplant, weitere Sanierungsarbeiten sind für 2010 geplant, dann werden rund 100 Zimmer bereitstehen.

Wenn Anfang April das "Neue Landhotel Vogelsberg", so der neue Name, seine Türen öffnet, erwarten rund zehn Mitarbeiter die Gäste. Neben Schwimmbad, Sauna und verschönertem Empfangsbereich soll eine neue Inneneinrichtung die Gäste überzeugen. Die Modernisierung des 37 Jahre alten Hotels hat allerdings ihren Preis: rund 800 000 Euro kostet die erste Phase der Sanierung, die bis Anfang April abgeschlossen sein soll, so Wellerhaus. Vor allem Heizung, Brandschutzanlagen, die Zimmereinrichtung und die Bäder in den Hotelzimmern werden erneuert.

Die zweite Phase ist für 2010 geplant. Dann soll neben der Fassade auch die Dachetage komplett saniert werden, die vorläufig auf Grund von Baumängeln geschlossen bleibt. Das soll rund fünf Millionen Euro kosten.

Hinter dem Neuen Landhotel Romrod steht der Konzern Xinju aus dem südchinesischen Guanzhou, der in China Autobahnen und Wasserwerke baut und betreibt. In Stuttgart wurde eine Tochterfirma gegründet, die sich nun in der Hotelbranche engagiert. Das hat ganz praktische Konsequenzen. So hat Wellershaus die neuen Matratzen und Bettauflagen in China eingekauft - das kostet nur rund 50 Prozent mehr als eine Reinigung der alten Garnituren.

Nachdem im Insolvenzverfahren in den vergangenen Jahren eine Zwangsverwaltung für das Hotel verantwortlich war, kaufte das chinesischer Unternehmen das Hotel im vergangenen Jahr auf, da dieses gut zu dem bereits am Frankfurter Flughafen vorhandenen firmeneigenen Hotel passen würde. Neben Geschäftsleuten und Messebesuchern, für die das Romröder Haus eine günstige Alternative zu teuren Frankfurter Hotels ist, sei es für Feriengäste eine gute Adresse. Diese fänden im Vogelsberg schöne Landschaft, "Vulkantouren", Radausflüge und Kletterpark.

So hofft Wellershaus auf Niederländer, die vom "Gebirge" des Vogelsberges überzeugt sind, das eine Abwechslung zu ihrem eher flachen Heimatland bietet. Für Sommer haben zudem Skandinavier gebucht, die bei der Durchreise mit dem Bus nach Südeuropa im Hotel übernachten, erklärte der Manager.

Da das Haus mit seinen 87 Zimmern zu einem der größten und modernsten im Umland gehört, erhofft sich Wellershaus hohe Besucherzahlen. Für die Tourismusbranche seien größere Hotels einfach attraktiver. Auch der Umstand, dass man mit großen Reiseveranstaltern wie Neckermann zusammenarbeitet, sorgt für positive Erwartungen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Sanierung rechtzeitig abgeschlossen ist und die Eröffnung einen guten Start für das Hotel bringt. Schließlich ist dies in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eine positive Nachricht für die Region.

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