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Das bekannteste Beispiel für eine Reduzierung auf Tempo 30 dürfte in Mücke vor dem Kindergarten in Ruppertenrod (im Hintergrund) auf einer Bundesstraße liegen.

Mehr Tempo-30-Abschnitte

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Mücke (pm). Es gibt in der Großgemeinde vermehrt Bestrebungen, den stärker werdenden Verkehr so zu beeinflussen, dass die zunehmenden Belastungen oder gar Gefährdungen für Anwohner gemindert werden können. In diesem Sinne haben sich in Merlau bereits Anwohner zusammengeschlossen, hat Bürgermeister Andreas Sommer eine Umfrage an die Ortsbeiräte gerichtet.

Dabei geht es auch darum, dass in Zonen oder mehreren Straßenabschnitten die Geschwindigkeit auf Tempo 30 reduziert werden sollte. In diesem Sinne hatte auch die CDU eine Aufstellung von möglichen Gemeindestraßen beantragt, um Situation und Bedarf zu ermitteln. Dass dieses Ziel nicht unrealistisch ist, sieht Fraktionsvorsitzender Dr. Hans Heuser am Beispiel Ruppertenrod, wo sogar auf der Bundesstraße 49 vor dem Kindergarten eine Geschwindigkeitsreduzierung festgelegt ist.

Bevor die aufwendige Bearbeitung und Durchsicht aller Gemeindestraßen vorgenommen werden kann, sollte auf Vorschlag der CDU eine Auflistung erstellt werden, auf welchen Gemeindestraßen bereits jetzt Geschwindigkeitsbeschränkungen auf 30 Stundenkilometer oder ganze 30er-Zonen bestehen. Diese Auflistung hat die Gemeindeverwaltung nun erstellt und sie wurde von Bürgermeister Andreas Sommer den Vorsitzenden der vier in der Gemeindevertretung vertretenen Fraktionen zugeleitet. Wie Heuser in einer Pressemitteilung ausführt, enthalte die Aufstellung sehr interessante Angaben. In der Ausarbeitung der Gemeindeverwaltung werde zuerst erläutert, dass bei der Beschilderung von Geschwindigkeitsreduzierten Bereichen grund-sätzlich zwischen »Strecken- und Zonenbegrenzungen« unterschieden werden müsse. Streckenbegrenzungen seien - nach den Vorgaben der Straßenverkehrsordnung - runde Tafeln, mit weißem Grund einem rotem Rand und der Zahl 30 darin. Zonen-Begrenzungen seien quadratische Tafeln mit weißem Grund und schwarzem Rahmen. Mittig sei das Streckenverbot mit dem Zusatz »Zone« ersichtlich. Die Begrenzungen (rundes Verkehrs-schild) beginnen jeweils ab dem aufgestellten Verkehrszeichen, enden jedoch unter-schiedlich. Eine Zonen-Begrenzung gilt für alle Straßen und Wege, die sich in dem Bereich zwischen Zonenbeginn und Zonenende befinden.

Schwerpunkt bisher Nieder-Ohmen

Aufschlussreich ist die Liste der Gemeindeverwaltung nach den Worten von Fraktionsvorsitzendem Dr. Hans Heuser deshalb, weil die Mitglieder der Gemeindevertretung daraus erstmals entnehmen können, welche Straßen in den Ortsteilen als mit einem 30-Stundenkilometer-Schild versehen sind, beziehungsweise wo eine ganze 30er-Zone ausgewiesen ist. Zonenbegrenzungen seien demnach derzeit in fünf Ortsteilen ausgewiesen: in Bernsfeld (Auf dem Stein, Im Kreben, Auf der Tannenwiese), in Flensungen (Zufahrt zum Bahnhof), in Nieder-Ohmen -Wallenbach (Sydfalster-Ring, Wallenbach, Weidengall, Rotacker, Langhans), in Ober-Ohmen (Am Steinmühl, Pfingstweide, Brautstraße, Schubertstraße) und in Ruppertenrod (Am Mühlacker, Scheidigstraße, Am Hewe, Am Hainerberg, Meutershecke, Berggalle, In der Ecke, Schindersgasse). Auch in den anderen Ortsteilen soll nach Auffassung der CDU-Fraktion geprüft werden, ob zwei oder mehrere Straßen und Wege als solche Zonen ausgewiesen werden.

Streckenbegrenzungen (rundes Verkehrszeichen) gebe es derzeit für 30 Straßen in den zwölf Mücker Ortsteilen, habe die Verwaltung aufgelistet. Dabei falle eine ungleiche Verteilung auf. Während es in Atzenhain (Rußweg, Zufahrt zum Holzwiesenteich), in Bernsfeld (Weitershainer Straße - Zufahrt zum Dorfgemeinschaftshaus) in Merlau (Königsberger Straße) und Höckersdorf (Verbindung L3325 zum Rodweg) nur eine solche Straße mit Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Stundenkilometer gebe, seien in Nieder-Ohmen acht Straßen so ausgewiesen. Letzteres sei nicht verwunderlich, denn in diesem Ortsteil gebe es insgesamt die meisten Straßen.

Wie der CDU-Fraktionsvorsitzende ausführte, sollen in Mücke in weiteren Gemeindestraßen Schilder mit der Beschränkung auf 30 Stundenkilometer aufgestellt werden, denn sie dienten der Sicherheit von allen Fußgängern. Sie seien auch ein sichtbares Zeichen für Klimaschutz und CO2-Vermeidung im Gemeindegebiet. Man werde jetzt abwarten, was die Ortsbeiräte bezüglich der Ausweisung von weiteren Strecken- und Zonenbegrenzungen vorgeschlagen haben und dann über das weitere Vorgehen entscheiden.

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