Mehr Sicherheit für Kröten und Autos

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Alsfeld(pm). Seit Ende September gab es umfangreiche Sanierungsarbeiten an der Landesstraße zwischen Antrifttal-Seibelsdorf und Alsfeld-Angenrod. Um den zahlreichen Amphibienbewegungen, wie von Erdkröten und Molchen aber zum Beispiel auch von Igeln auf diesem Streckenabschnitt Rechnung zu tragen, wurde dort die vorhandene Amphibienschutzanlage erneuert.

An der stationären Anlage entlang der Straße wurden verschiedene Schäden festgestellt. So waren beispielsweise Betonelemente abgebrochen, Holzbohlen beschädigt beziehungsweise fehlten ganz. Darüber hinaus konnten die Anfangs- und Endpunkte der Leiteinrichtung von den Amphibien umlaufen werden. Eine Erneuerung war daher geboten.

Krötenzaun auch am Parkplatz

Zur Herstellung einer funktionstüchtigen Schutzanlage erfolgte nun im Zuge der Baumaßnahme die Erneuerung in Form eines Ersatzneubaus, weil eine Instandsetzung nicht wirtschaftlich gewesen wäre. Dabei wurde die Einrichtung zusätzlich erweitert, indem der vorhandene Parkplatz mit eingebunden wurde. Das neue Schutzsystem besteht aus einer festen, stationären Leiteinrichtung auf einer Länge von rund 500 Meter beidseitig der Landesstraße aus dauerhaftem Material und den eigentlichen Amphibiendurchlässen im Abstand von rund 30 Meter. Die Anlage ist mit insgesamt 13 neuen Durchlässen versehen. Durch die Leiteinrichtung werden die ankommenden Tiere zum nächsten Durchlass geführt und können auf diese Weise die Straße ungehindert und gefahrlos queren.

Um Synergieeffekte auszunutzen, erfolgte in diesem Zusammenhang auch eine Erneuerung der Fahrbahndecke in diesem Bereich der Landesstraße. Dort wurden zahlreiche Netzrisse, Ausbrüche und starke Substanzmängel festgestellt. Der schadhafte Fahrbahnbelag wurde im Zuge der Sanierung zunächst abgefräst und dann durch neue Asphaltschichten im Hocheinbau auf einer Länge von rund 1700 Meter verstärkt. Darüber hinaus wurden im Zusammenhang mit dem Umbau des Knotenpunktes B 62/L 3070 in Angenrod noch ausstehenden Arbeiten auf der L 3070 im Zuge dieser Baumaßnahme mit ausgeführt. Dadurch konnte die Dauer der Verkehrsbeschränkungen auf dem Abschnitt reduziert werden.

540 000 Euro Kosten

Um eine Erreichbarkeit des Stausees auch während der Bautätigkeiten gewährleisten zu können, wurde die Maßnahme in zwei Bauabschnitte aufgeteilt. Begonnen wurde zunächst im Bereich zwischen Angenrod und dem Stausee, auf Höhe des Seehotels. Gäste und Besucher konnten daher bis zum Wechsel in den nächsten Bauabschnitt den Stausee über Seibelsdorf erreichen. Nach dem Bauabschnittswechsel erfolgten die Bauarbeiten dann im Bereich zwischen Stausee und Seibelsdorf. Eine Zufahrt zum Stausee war demzufolge dann aus Richtung Angenrod möglich.

Die Fertigstellung der Gesamtmaßnahme konnte nun wie vorgesehen im Dezember erfolgen. Das Land Hessen investiert rund 540 000 Euro in diese Maßnahme. Zusätzlich fallen noch Kosten für die Straßenausstattung, wie zum Beispiel Markieurng und Schutzplanken, an.

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