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Die geehrten Mitglieder mit Vorstandsvertretern. FOTO: SF

Mehr Rückhalt angemahnt

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Mücke-Flensungen(sf). Die Aktiven der Feuerwehr schauen sehr zwiespältig auf das vergangene Jahr: In der Jahreshauptversammlung wurde viel Arbeit erwähnt, die von öffentlicher Seite nicht immer ausreichend gewürdigt worden sei. Es wurde gar der Eindruck artikuliert, dass sich Kommunalpolitiker leider nur punktuell um das Brandschutzwesen kümmerten.

Rückblickend berichtete der Vorsitzende Hartmut Groh-Papenfuß darüber, dass der Schwerpunkt wieder einmal auf den Renovierungsarbeiten im Schulungsraum des Gerätehauses lag. Letztes Jahr konnten die wesentlichen Arbeiten abgeschlossen werden. Alle Wände sind verputzt und gestrichen. Die preisgünstig erworbene Küchenzeile konnte aufgebaut werden, und aus Vereinsmitteln wurde ein Beamer angeschafft, um Schulungen und Sitzungen mit zeitgemäßen Mitteln durchführen zu können. Einige Restarbeiten wie Fußleisten und Streichen der Fahrzeughalle stehen noch an.

Im August organisierten die Jugendwarte den Berufsfeuerwehrtag der Jugendwehren. Neben ganz vielen verschiedenen Einsatzszenarien fand die Abschlussübung bei der Firma Metallbau Dudka statt. Dort wurde ein richtiger Abenteuerspielplatz geboten.

Ein Highlight im Vereins- leben ist das Schmierschel- kuchenessen, und am Volkstrauertag nahm die Feuerwehr am Gottesdienst und an der Kranzniederlegung am Ehrenmal teil. Die Mitgliederzahl ist seit Jahren mit rund 170 sehr stabil, berichtete der Vorsitzende.

Die Einsatzabteilung besteht zum Ende des Jahres 2019 aus 16 Einsatzkräften, berichtete Wehrführer Stefan Hahn. Das Jahr 2019 wurde durch zehn Einsätze und interessante Übungen sowie die Fertigstellung des Unterrichtsraumes geprägt. Zum Thema technischer Prüfdienst wurde aus Sicht des Wehrführers leider in der Presse ein sehr negatives Bild gezeichnet. Die Kommunalpolitiker sollten sich auch mal die Berichte der letzten Prüfungen ansehen, um die negative Entwicklung besser beurteilen zu können und nicht auf ein Jahr bezogen großes Erstaunen zu zeigen. "Leider zeigt sich immer mehr die Tendenz, durch sehr genaue und, nach meiner Meinung, teilweise penible Auslegung der Richtlinien, immer mehr, den Wegfall von Ortsteilwehren zu fördern", monierte Stefan Hahn.

Weiter sagte Hahn, dass einerseits von allen politischen Seiten gefordert werde, dass sich Bürger ehrenamtlich betätigen sollten. Andererseits komme von der Politik kein Rückhalt, wenn solche Prüfungen erfolgten. "Besonders traurig ist, dass zumindest ich in meiner jahrzehntelangen Tätigkeit es nie erlebt habe, dass sich Kommunalpolitiker für eine Übung oder ein Gerätehaus interessiert haben. Lediglich bei Festen oder bei den Jahreshauptversammlungen würden immer blumige Reden über Unterstützungen gehalten." Aber die Realität schaue sich leider niemand an.

Zuwachs bei Minis

"Zu unserem Unterrichtsraum, der nun endlich in diesem Jahr wieder eingeweiht werden konnte, möchte ich noch mal allen Helfern danken, die es ermöglicht haben nun einen modernen Unterrichtsraum zur Verfügung zu haben." Besonders durch den im Dezember vom Verein angeschafften Beamer sind wir nun in der Lage, nicht nur die Einsatzabteilung, sondern auch die Jugendfeuerwehr und die Minis mit modernen Hilfsmitteln zu schulen", bedankte sich Wehrführer Hahn.

Anfang des Jahres bestand die Gruppe der Minifeuerwehr aus fünf Kindern. Im Laufe des Jahres kamen dann aber vier neue Mitstreiter dazu. Ein Kind konnte im September in die Jugendfeuerwehr wechseln. So freuen sich Julia Hahn und Daniela Müller, zum Ende des Jahres mit acht Kindern und einem Schnupperkind wieder gut aufgestellt zu sein. Im zeitigen Frühjahr galt es wieder, sich auf das Feuerwehrabzeichen Tatze vorzubereiten, deren Prüfung alle bestanden. Als gemeinsame Aktion aller Mücker Kinderfeuerwehren ging es im August in den Vogelpark nach Schotten. Im September wurden selbst bemalte Schultüten befüllt und an die neuen Erstklässler verteilt mit einer Einladung, mal reinzuschnuppern. Immerhin haben zwei Kinder "angebissen".

Im Bereich der Jugendfeuerwehr wurden wieder Weihnachtsbäume eingesammelt, und seit Februar trifft man sich mit der Merlauer Jugendfeuerwehr, berichtete Tim Decher, der Jugendwart. Man besuchte den Stützpunkt, und der Höhepunkt war das "echte Berufsfeuerwehrwochenende". Insgesamt sind 20 Übungen durchgeführt worden, und dabei wurde das feuerwehrtechnische Wissen in Praxis und Theorie übermittelt.

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