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Letzte Impfung für Mathilda Greb

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Von: Redaktion

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Dr. Erich Wranze-Bielefeld behandelt Mathilda Greb aus Herbstein als letzte Person, die sich im Impfzentrum in der Alsfelder Hessenhalle impfen lässt. © Red

Vogelsbergkreis (pm). Es ist exakt 13.52 Uhr an diesem Mittwoch, als die Geschichte des Vogelsberger Impfzentrums in der Alsfelder Hessenhalle zu Ende geht: Mathilda Greb aus Herbstein bekommt die letzte Spritze - gesetzt von Dr. Erich Wranze-Bielefeld, dem Leiter des Impfzentrums, höchstpersönlich.

»Ich wollte mich von Anfang an impfen lassen«, bekräftigt die 14-jährige Schülerin. »Das stand auch im Freundeskreis gar nicht zur Debatte. Bei mir und meinen engsten Freunden war klar, dass wir zur Impfung gehen.«

Mathildas Hauptargument für die Impfung: »Ich will mich echt schützen, weil ich das nicht kriegen will.« Außerdem will sie sich endlich wieder mit Freunden treffen und zum Sport gehen. Nach Wochen und Monaten im Lockdown mit Homeschooling und ohne jegliche sozialen Kontakte »vergeht einem irgendwann die Lust. Da will man wieder in die Schule, man will in den Verein gehen, zum Sport und man will seine Freunde treffen«.

Und dann sind da noch die beiden Großmütter, eine davon lebt im Pflegeheim. »Ich will meine Omas schützen«, sagt Mathilda. Und sie möchte endlich die Oma im Pflegeheim wieder besuchen können. »Über Wochen und Monate konnten wir uns nur am geöffneten Fenster sehen, ich will wieder zu ihr ins Zimmer gehen können.«

»Und wir wollen endlich wieder zusammen zur Eintracht«, lacht Mutter Ulrike Greb, »auch wenn die Bundesliga-Fußballmannschaft gerade nicht so gut spielt.« Auf die Entscheidung, die ihre Tochter getroffen hat, ist sie sehr stolz. »Meine Tochter übernimmt mehr Verantwortung als mancher Erwachsene.«

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