Bürgermeister Leopold Bach schwenkt zum Zeichen der Kapitulation eine Fahne aus dem Rathausfenster. Die närrische Truppe führt ihn anschließend ab. FOTO: HSO
+
Bürgermeister Leopold Bach schwenkt zum Zeichen der Kapitulation eine Fahne aus dem Rathausfenster. Die närrische Truppe führt ihn anschließend ab. FOTO: HSO

Leopold Bach gibt schnell auf

  • vonHerbert Schott
    schließen

Feldatal-Groß-Felda(hso). Mit dem Rathaussturm begann für die Narren des Knuts Hut Clubs (KHC) nun endlich die heiße Phase der Faschingskampagne. Ranzengarde, das Prinzenpaar, das Kinderprinzenpaar, begleitet vom Elferrat und von den verschiedenen Garden des KHC, brachten sich am Sonntag vor dem Rathaus in Groß-Felda in Stellung, um dieses zu stürmen und um in den kommenden Wochen die Regentschaft über das Feldatal zu übernehmen.

Bernd Klaus, Oberleutnant der "Berittenen Gebirgsmarine zu Fuß", befahl den Kanonieren die Kanone in Stellung zu bringen und das Rathaus sturmreif zu schießen, um den Bürgermeister gefangen zu nehmen. Nach einer Konfettisalve stürmten die Gardisten das Rathaus. Bürgermeister Leopold Bach schwenkte aus dem Fenster der oberen Etage zum Zeichen der Aufgabe eine weiße Fahne. Es dauerte nicht lange, bis die Gardisten das Gebäude durchsucht hatten und dem närrischen Publikum ihren Gefangenen präsentieren konnten.

Bürgermeister denkt im Kerker nach

Die närrische Regentschaft Durchlaucht Prinz Björn I. und ihre Lieblichkeit Prinzessin Manuela I., versprachen, dass es unter ihrer Regentschaft eigentlich nur noch weiter aufwärts gehen kann. Denn in "Feall" gingen nach der Amtsübernahme von Bürgermeister Bach endlich wieder die Lichter an. Er bringe Schwung in den Laden und seine Kritiker seien alle verstummt. Er habe die Ärmel hochgekrempelt, sei hier und da mal angeeckt, aber er habe viel vollbracht, was keiner so recht gedacht habe, sagte Prinz Björn I. Am Aschermittwoch sei Bach wieder frei und könne sich dann weiter zum Wohle des Feldatals engagieren.

Für Prinzessin Manuela I. ist mit der Inthronisation ein Kindertraum wahr geworden, den sie jetzt in der Kampagne auch voll ausleben will, versprach sie der Narrenschar. Dann hatte der "Gefangene" Bach das letzte Wort, bevor er für die nächsten Wochen in den Kerker musste. Er bot den nun regierenden Narren für die kommen Zeit seine Hilfe und die des Bauhofes und der Verwaltung an. Er berichtete von der frisch renovierten Außenfassade des Rathauses. Jetzt fehle nur noch der Austausch der Fenster, dann seien "endlich die alten Gespenster verjagt".

Bürgerbus und das Schwimmbad in Kestrich seien der Stolz des Feldatals, bilanzierte der Bürgermeister. Das Bad werde er weiterentwickeln, und besonders lobte der gefangen genommene Bürgermeister die Vereine, die viel auf die Beine stellten. Diese Arbeit werde dank einer Vereinsförderrichtlinie unterstützt. Er werde in der Zeit seiner Gefangenschaft viel nachdenken und weiter an dem Ziel "Gestalten statt Verwalten" arbeiten. Bach sagte, er wolle auch künftig gerne harte Nüsse knacken, doch nun habe er erst mal genug davon und übergab den Schlüssel der Verwaltung an die Narren des KHC. Abschließend lud das Prinzenpaar zur großen "Fealler Hutnoacht" ein, die am 7. und 8. Februar unter dem Motto "Fealler Hut Fever" stattfindet. In der Feldahalle begann danach bei Kräppeln und Kaffee der Kartenvorverkauf für die "Hutnoacht". Unter www.knuts-hut-club.de/karten können dafür auch im Internet Karten gekauft werden. Am Sonntag, dem 16. Februar, findet dann der "2. Fealler Seniorenfasching" um 14.11 Uhr statt, und der Kinderfasching am Dienstag, 25. Februar. beendet das lustige Treiben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare