Leicht und hart

Gießen(pm). Wer sich ins Auto setzt und den Motor startet, muss sich - in der Regel - auf die Nockenwelle des Fahrzeugs verlassen können. Über den Zylindern sitzend, ist sie ein zentrales Bauteil, um Kräfte zu übertragen. Aber auch in Lenkhilfepumpen oder Wärmepumpen von Elektrofahrzeugen sind sie anzutreffen. Täglich werden Nockenwellen so allein in Fahrzeugen weltweit hundertausendfach verbaut - sie leichter, robuster und zugleich einfacher zu fertigen, könnte enorme Effekte auf Produktions-, Betriebs- und Umweltkosten haben. Genau daran arbeitet die THM als Projektleiterin mit der Justus-Liebig-Universität und den regionalen Industriepartnern Schunk und S&W Feinmechanik im "Projekt OST" (oberflächenverdichtete Sintermetall-Teile), das mit 300 000 Euro gefördert wird. Einen Prototyp gibt es schon. "Nun sollen über Messungen von Druckeigenspannungen an der JLU Aussagen zur Lebensdauer belasteter Funktionsflächen getroffen werden", sagt Jan Tinz. Jetzt sollen noch weitere Fragestellungen vertieft werden.

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