Langjähriges Vorstandsmitglied und "Urgestein" der VR Bank Hessenland: Werner Braun. FOTO: PM
+
Langjähriges Vorstandsmitglied und "Urgestein" der VR Bank Hessenland: Werner Braun. FOTO: PM

Vom Lehrling zum Vorstand

  • vonRedaktion
    schließen

Alsfeld(pm). Auf rund 42 erfolgreiche Jahre bei VR Bank HessenLand sowie der Vorgängerinstitute, davon 24 Jahre als Vorstandsmitglied, blickt Werner Braun heute zurück. In einem kleinen, der aktuellen Situation angemessenen Rahmen wurde der von Mitgliedern und Kunden, Mitarbeitern und Kollegen geschätzte und beliebte Werner Braun vom Aufsichtsrat sowie seinen Vorstandskollegen in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

1957 geboren, zog es Werner Braun bereits nach seinem Abitur in Steinatal zur ehemaligen Raiffeisenbank Neukirchen. Dort absolvierte er seine Ausbildung zum Bankkaufmann, erlernte das Bankgeschäft von der Pike auf. Im Anschluss übte er seinen Beruf in allen seinen Facetten aus: Der junge Bankkaufmann sammelte Erfahrungen in der Kundenberatung sowie im Kassen- und Service-Bereich, einschließlich der damit verbundenen Sachbearbeitung. Zudem betreute er die "fahrbare Zweigstelle". Bereits 1981 wurde Braun mit der Aufgabe betraut, hauptverantwortlich eine bankeigene Marketingabteilung aufzubauen. In Marketingtrainer-Seminaren eignete er sich die erforderlichen Fachkenntnisse an. Mit gelungener Implementierung wurde Braun die Leitung dieses Bereiches übertragen.

Der Abschluss seiner Ausbildereignungsprüfung folgte 1984, und 1988 schloss Braun die genossenschaftliche Bankführungs-Seminarreihe als Jahrgangsbester mit dem Titel "Diplomierter Bankbetriebswirt (ADG) ab. Nach der Fusion zur Volksbank Alsfeld + Raiffeisenkasse Neukirchen im Jahr 1989 war der Christeröder maßgeblich an Aufbau und Einrichtung eines Controlling- und Geschäftsstellensteuerungssystem beteiligt - heute einer der essenziellen Bereiche der Bank. 1986 wurde Werner Braun zum Bankbevollmächtigten ernannt, bevor er 1989 die Leitung der Geschäftsstelle Neukirchen übernahm. Prokura erhielt er 1992, inzwischen war er Teilmarktleiter und verantwortlich für die sechs Geschäftsstellen in seiner Schwälmer Heimatregion. Im März 1996 wählte der Aufsichtsrat den Prokuristen einstimmig zum Vorstandsmitglied für die Privatbank. Im Jahr 2000 begleitete Braun die erfolgreiche Fusion zur heutigen VR Bank HessenLand. Zu Beginn des Jahres 2020 erweiterte sich seine Verantwortung um die Leitung des Bereiches Vermögensmanagement. Zusätzlich zu seiner Arbeit in der heimischen Bank engagierte sich das Vorstandsmitglied in diversen Gremien der genossenschaftlichen Finanzgruppe. Die regionale Entwicklung und die Wirtschaftsförderung waren ihm immer ein besonderes Anliegen: Dafür setzte er sich zum einen als Aufsichtsratsvorsitzender bei der Vogelsberg Consult ein. Zum anderen zeigte sich dies in seinem besonderen Engagement für die Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll. Er gehört nicht nur zu den Gründungsvätern, sondern wird die erfolgreiche Arbeit als Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft auch nach seinem Eintritt in den Ruhestand fortführen.

In seiner Ansprache lobte Aufsichtsratsvorsitzender, Dr. Arno Wettlaufer, die partnerschaftliche und faire Zusammenarbeit mit Werner Braun. Er bezeichnete ihn als "menschlich und fachlich überzeugende Führungspersönlichkeit" und betonte, Braun habe sich immer in hoher Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern, den Kunden und auch dem Aufsichtsrat verpflichtet gefühlt. Mit genossenschaftlichem Herzblut, Schwälmer Elan und Kreativität habe er sich weit über das Normalmaß hinaus für die Bank eingesetzt.

Abteilungsleiter Norbert Kempf verlieh Werner Braun die Ehrennadel in Gold des Genossenschaftsverbandes. Damit würdigte die Genossenschaftsorganisation die Lebensleistung des 63-Jährigen. Auch dankte er Braun für seine Tätigkeit in den Gremien (des Genossenschaftsverbandes, insbesondere als Mitglied im Fachrat Kreditgenossenschaften).

Zusammenarbeit gewürdigt

Vorstandsvorsitzender Helmut Euler und Vorstandskollege Ralph Kehl hoben in ihren Laudationen die stets herausragende Zusammenarbeit und offene Kommunikation innerhalb des Vorstandsteams hervor.

"Alle, die mich kennen, wissen: Mein Beruf war meine Berufung - der Abschied fällt mir nicht leicht", sagt der 63-Jährige, "besonders nicht in der aktuellen Zeit der Pandemie, die uns alle vor ganz besondere Herausforderungen stellt. Dennoch haben wir die Weichen der Bank für die Zukunft gut gestellt", sagte das scheidende Vorstandsmitglied.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare