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Pflegenachwuchs am Ruder

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Krankenpflegeschülerinnen und -schüler übernehmen das Ruder auf der Pflegestation am Krankenhaus Eichhof. Die Praxisanleiter Claudia Reißig und Enrico Schneider freuen sich auf die Projektwoche und setzen auf die Fähigkeiten ihrer Schützlinge. © Red

Lauterbach (pm). Ein bewährtes Konzept geht in die nächste Runde: Der diesjährige Examenskurs mit neun Krankenpflegeschülerinnen und -schülern im dritten Lehrjahr übernimmt zeitweise die Pflegebetreuung der Patienten auf der Station 1B - Innere Medizin/Kardiologie am Krankenhaus Eichhof.

Vier Tage lang werden die teilnehmenden Auszubildenden Katsiaryna, Lilly, Arlette, Jasmin, Paula, Virginia, Amir, Elisha und Gizem von den erfahrenen Praxisanleiterinnen Sabrina Habicht, Claudia Reißig, Ilona Trabandt und Anleiter Enrico Schneider im Lauterbacher Krankenhaus begleitet. In zwei Schichten stellen sich die zukünftigen Fachpflegekräfte im Früh- und Spätdienst der Verantwortung für die pflegerische Versorgung und Betreuung der stationären Patienten der 1B. Medizinisch wird das Projekt von den Chefärzten der Kardiologie, Dr. Joachim Wilhelm und Dr. Christian Schultze, unterstützt, wie die Klinik mitteilt.

In einer intensiven Vorbereitungszeit mit der Praxisanleitung im Krankenhaus Eichhof konnten sich die Schülerinnen und Schüler eigenverantwortlich auf die komplexe Arbeit auf der Station einstellen. »Neben der Ausarbeitung von Dienstplänen, der Koordination der Abläufe und der Bereitstellung von Patienteninformationen standen auch die Krankheitsbilder zum Thema Herzerkrankungen auf der Agenda der theoretischen Projektphase«, erklärt Enrico Schneider..

Bestens vorbereitet

Dass die neun zukünftigen Kolleginnen und Kollegen, die im Sommer ihr Examen ablegen werden, gut vorbereitet sind, davon ist auch Claudia Reißig überzeugt. »In jeder Schicht stehen unseren Auszubildenden zwei versierte Praxisanleiterinnen zur Seite. Für die Patienten bedeutet das besondere Betreuung, da jeder Schritt und jede Maßnahme nach dem Vier-Augen-Prinzip durchgeführt werden.« Für die Pflege-Azubis gebe diese Unterstützung Sicherheit in der Durchführung ihrer verantwortungsvollen Aufgabe.

Sie sind motiviert, gut ausgebildet und bestens vorbereitet, so Reißig. Direkt im Anschluss an den viertägigen Praxiseinsatz auf der Station findet am letzten Tag der Projektwoche gemeinsam mit den verantwortlichen Praxisanleitern und Lehrkräften ein Reflexionstag statt. Dabei wird evaluiert, welche Erkenntnisse gewonnen werden konnten, wie die Patienten darauf reagiert haben und welche positiven Aspekte die zukünftigen Pflegefachkräfte mitnehmen und in ihre Arbeit einfließen lassen können.

»Wir lernen selbstständiges Arbeiten, übernehmen Verantwortung und festigen bereits vorhandene Erfahrungen - und zwar mit doppeltem Boden und jeder Menge Teamgeist«, freuen sich die neun Auszubildenden im dritten Lehrjahr schon im Vorfeld auf die Herausforderung.

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