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Früher als gedacht

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Ein Team, ein Ziel: Eichhof Vorstand Mathias Rauwolf (v.l.), die Leiterin Betreutes Wohnen Sucht Sybille Heller, der Leiter Jugend- und Familienhaus »Alte Gärtnerei« Tobias Rübbert, Bereichsleiterin Verwaltung Martina Kutzner, der neue Leiter der VLR Roland Bamberger, Sabrina Borho als neue Verantwortliche für das RZ Lauterbach, der stellvertretende Leiter der VLR Klaus Schmidtkunz und Simone Ruppel als Stabsstelle Qualitätsmanagement und Organisationsentwicklung sowie die Prokuristen Thomas Faust und Berthold Remiger. © Red

Lauterbach (pm). Ein starkes Team mit hohem Qualitätsniveau lenkt nach Einschätzung der Verantwortlichen zukünftig gemeinsam die Geschicke der Vogelsberger Lebensräume (VLR) gGmbH: Roland Bamberger wird Nachfolger des langjährigen Leiters Harry Bernardis, der auf eigenen Wunsch zum 1. Februar dieses Jahres aus der Eichhof-Stiftung Lauterbach als Träger der Einrichtung ausscheidet.

Zum Stellvertreter hat Vorstand Mathias Rauwolf in Abstimmung mit dem Stiftungsrat außerdem Klaus Schmidtkunz ernannt, der seit fast 30 Jahren bei den VLR arbeitet.

Sozialpädagogin übernimmt RZ

»Es kam etwas früher als gedacht, doch selbstverständlich bin ich gemeinsam mit meinem starken Team gerüstet für die Aufgaben, die nun vor uns liegen«, setzt Roland Bamberger ein erstes Statement in neuer Position. Dass durch die Veränderungen in der Leitungsfunktion zwangsläufig auch einzelne Positionen neu besetzt werden müssen, sei klar, doch die vorausschauende Personalpolitik der vergangenen Jahre habe ein sicheres Netz geschaffen. »Die Lösungen waren ja schon vorgedacht, da Harry Bernardis in absehbarer Zeit ohnehin in Rente gegangen wäre«, fügt der neue Leiter der Vogelsberger Lebensräume hinzu. So werde seine Position als Leiter des Regionalzentrums (RZ) mit der jungen Sozialpädagogin Sabrina Borho besetzt, deren Wechsel erst in zwei bis drei Jahren vorgesehen war, sagt der 58-Jährige.

Zum breit aufgestellten Portfolio der VLR gehören Besondere Wohnformen (ehemals Wohnheime) in Lauterbach und Alsfeld, Begleitetes Wohnen in Familien im gesamten Kreisgebiet, die beiden Regionalzentren mit Betreutem Wohnen, Tagesstätten sowie Psychosozialer Kontakt- und Beratungsstellen in Lauterbach und Alsfeld. Für das letztgenannte Angebot gibt es zudem Außenstellen in Grebenhain, Schlitz, Mücke/Nieder-Ohmen, Homberg (Ohm) und Schotten.

Seit über 20 Jahren besteht mit dem Betreuten Wohnen Sucht, eine bewährte Kooperation zwischen den VLR und dem Beratungszentrum Vogelsberg mit bedarfsgerechten Angeboten für Menschen mit einer Suchtmittelproblematik.

Ein besonderes Angebot für Familien- und Jugendhilfe sowie ambulante Betreuung für junge Volljährige bietet das Jugend- und Familienhaus »Alte Gärtnerei« in Lauterbach. Im Rahmen von »HueD - Hilfen unter einem Dach« werden hier stationäre und flexible Hilfen nach individuellem Hilfebedarf angeboten.

»Die vielfältigen Aufgaben, die wir mit den Vogelsberger Lebensräumen auch in der politisch geforderten Weiterentwicklung in Bezug auf Sozialraumorientierung vor der Brust haben, machen uns nicht bange. Wir nehmen die ganze Dynamik des Austausches zwischen erfahrenen und jungen Fachkräften auf und formulieren auf diese Weise neue Ziele und Aufgaben«, erklärt Eichhof Vorstand Mathias Rauwolf und fügt an: »Das versetzt uns in die Lage, unsere Expertise nicht nur zu halten, sondern weiter auszubauen, da Struktur und Qualität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stimmt.«

Vorfreude auf neue Umgebung

»Für die Bevölkerung im Vogelsbergkreis, die unsere Hilfe in Anspruch nimmt, sind wir ein stabiler und zuverlässiger Partner. Wahr ist und bleibt, dass der Geist der Vogelsberger Lebensräume trotz personeller Veränderungen erhalten bleibt - einfach, weil wir ein starkes Team sind. Daran hat Harry Bernardis einen maßgeblichen Anteil«, versichert der Leiter des Regionalzentrums Alsfeld Klaus Schmidtkunz der Öffentlichkeit.

Und dass Veränderungen durchaus positive Wirkungen entfalten können, erkennen die Verantwortlichen der VLR nicht nur an der Aufbruchsstimmung in der Leitungsrunde, sondern auch an der Vorfreude auf eine neue Umgebung, zum Beispiel, wenn die Sanierung des RZ in Alsfeld im nächsten Jahr abgeschlossen sein wird. Da weht dann sicher weiterhin dieser besondere Geist, nicht nur durch die Räume, sind alle Beteiligten überzeugt.

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