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Ein ganz besonderes Flair

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Lauterbach (pm). Seit der Gründung eines E-Werks 1899 und eines Wasserwerks 1900 sind die Stadtwerke Lauterbach Versorgungsdienstleister für die Einwohner der Kreisstadt Lauterbach. »In der Region für die Region« lautet seit jeher das Motto. Dabei wird größten Wert auf eine persönliche Betreuung und eine gute Erreichbarkeit gelegt.

Hier lande man »nicht in einem anonymen Call-Center am anderen Ende Deutschlands, sondern bei einem persönlichen Ansprechpartner vor Ort«. In dem im Stadtzentrum gelegenen Kundenzentrum (Hinter dem Spittel 15), wo einst die Stadtkasse untergebracht war, stehen seit vielen Jahren Mitarbeiter bereit.

Die Anforderungen an Arbeitsplatzsicherheit und Diskretion während Kundengesprächen konnten im bisherigen Kundenzentrum, das sich gegenüber der Stadtbücherei befand, nur bedingt umgesetzt werden.

Ein behindertengerechter Eingang sollte ebenso geschaffen werden wie Diskretionsbereiche für Beratungen. Nach Abwägung verschiedener Modelle entschied man sich mit dem Lauterbacher Architekturbüro Neuraum für den Umbau der historischen, seit Jahren ungenutzen, Maschinenhalle.

Durch den Vorgarten, in dem im Sommer die Rosen blühen, verläuft der neue ebenerdige, behindertengerechte und zugleich repräsentative Eingang.

Für die Mitarbeiter wurden nach neuestem Standard und arbeitssicherheitstechnischer Vorgaben fünf Arbeitsplätze geschaffen. Unterschiedliche Beratungszonen stehen zur Verfügung, sodass sowohl kurze Auskünfte gegeben werden, aber auch längere Individualberatungen im Sitzbereich angeboten werden können - selbstverständlich alles mit der nötigen Diskretion.

Im neuen ansprechenden Wartebereich können Besucher verweilen. Als regionaler Dienstleister fühlt sich die Stadtwerke Lauterbach GmbH nach eigenen Worten der Region besonders verpflichtet. Für die Ausführung der verschiedenen Arbeiten wurden daher - wie auch bei anderen Baumaßnahmen und Aufträgen - im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten vorrangig heimische Unternehmen beauftragt.

Mit der Verlagerung des Kundenzentrums von der ehemaligen »Wannenbadeanstalt« in die Maschinenhalle wird ein historischer Raum - inklusive eines früher für die Stromerzeugung genutzten Schiffsdiesels - der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht.

Der mit Druckluft zu startende 3-Zylinder-Diesel der Marke MAN mit 175 PS aus dem Jahr 1928 sowie ein dazugehöriger Generator (Hersteller: Siemens-Schnuckertwerke AG, Baujahr 1963) erzeugten über viele Jahre Strom für die Stadt Lauterbach.

Der Motor wurde als Nachfolger von zwei Dampfmaschinen installiert. In späteren Jahren lief der Motor, zusammen mit einem weiteren, nur noch mittags, um die Leistungsspitze abzufahren.

Der Motor lief zuletzt im Jahr 1997 und ist prinzipiell noch betriebsfähig.

Nachfolger von Dampfmaschinen

So fügten sich nun modernes, funktionales Design und historische Gemäuer und Artefakte optimal zusammen und erzeugten ein ganz besonderes Flair. Dieses ist allen Kunden zugänglich, »sicherlich wussten die wenigsten, welche historischen Maschinen sich in diesen Räumen verbargen«. Einen Blick sei es allemal wert.

Wie Stadtwerke-Geschäftsführerin Habermehl mitteilt, musste die offizielle Einweihung aufgrund der Pandemiesituation entfallen.

Das Kundenzentrum ist zu folgenden Zeiten geöffnet: Mo-Mi: 8-12.30 Uhr und 13.30- 16 Uhr, Do.: 8-18 Uhr und Fr.: 8-12.30 Uhr. Die Mitarbeiter erreicht man auch telefonisch: 0 66 41/91 28-1 40 oder per E-Mail: vertrieb@stadtwerke-lauterbach.de.

Oben im Bild der neue Eingangs- und Beratungsbereich, unten eine historische Aufnahme mit einem für die Stromerzeugung genutzten Schiffsdiesel.

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