Künstlerin Sonja Toepfer erläutert Besuchern die erste Station der Installation, eine Lichtstele. Darin wurden unter anderem Zimmermannsnägel aus 1750 verbaut. FOTO: SF
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Künstlerin Sonja Toepfer erläutert Besuchern die erste Station der Installation, eine Lichtstele. Darin wurden unter anderem Zimmermannsnägel aus 1750 verbaut. FOTO: SF

Kunst trifft Natur

  • vonJutta Schuett-Frank
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Mücke-Groß-Eichen(sf). Am "Holla-Haus" in der Hessenstraße 6 gab es am Samstag Kunst unter freiem Himmel und einen ganz besonderen Holunderbusch samt Illumination. Zwar war die Vernissage ab Mittag angesetzt, doch die ersten Besucher kamen erst am Nachmittag und blieben dafür recht lange. Insgesamt wollten gut 50 Besucher die Vernissage erleben. Künstlerin Sonja Toepfer freute sich über den großen Zuspruch.

So kamen nicht nur Nachbarn und Dorfbewohner, sondern Interessierte aus einem Umkreis von rund 30 Kilometern.

Kaum hatte man das Grundstück betreten, fiel als erste Station die Installation mit Nägeln auf, eine Arbeit, die das Leiden symbolisieren soll. Die darin verbauten Nägel stammen aus dem Jahr 1750. Am Kopf der Stele ist ein Licht angebracht, das mit Solarstrom leuchtet. Sinnbildlich soll auf diese Weise der Schmerz in Licht und Freude umgewandelt werden.

Wespen brummen übers Handy

Station zwei war ein Iglu, das als Hundehütte diente. Ein Monitor darin zeigte Momentaufnahmen aus dem Leben und vom Wiederfinden von Mutter und Tochter. Auf einem Stuhl konnte man sich anhand eines Videos auf eine kleine Zeitreise begeben. Bei einsetzender Dämmerung entdeckten die Besucher am schönen Holunderbusch die Lichtinstallation. In unregelmäßigen Abständen flackerten Lichtbögen durch den Busch. Auf der Erde befand sich ein Mobiltelefon und es stand stellvertretend Pate für die einst im Busch lebenden Wespen. Toepfer hatte die Wespen zuvor gefilmt und nach der Umsiedlung kann man sie nun angstfrei auf dem Bildschirm bewundern.

Auf der Hoffläche gab es Sitzmöglichkeiten, aber auch eine alte Mauer lud zum Verweilen ein. Die Nachbarin hatte Kerzen in Gläsern aufgestellt und der "Holla-Hof" war in ein kleines Lichtermeer getaucht. Leckere Snacks wurden den Besuchern serviert und "nach Vogelsberg" schmeckende Cocktails. Dafür hatte die Künstlerin extra kleine Flaschen mit verschließbaren Deckeln gekauft. Erst nach 22 Uhr verabschiedeten sich die letzten Besucher, zu denen auch Ortsvorsteherin Petra Grün zählte.

Sonja Toepfer fühlt sich in Groß-Eichen gut aufgenommen und sie hat sich über die vielen Besucher bei ihrer ersten Vernissage im Ort sehr gefreut.

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