Corona-Pandemie

Krisenbewältigung in Deutschland

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(Zum Leserbrief von Bernd Schlosser, zu Maskenpflicht und Fachleute, AAZ vom 13. 5. 2020)

Herr Schlosser wirft in seinem Leserbrief Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und auch dem Chef des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, vor, wiederholt ihre Aussagen im Umgang mit der Corona-Pandemie geändert und korrigiert zu haben.

Angesichts der in diesem Ausmaß noch nie da gewesenen Herausforderungen durch die tödlichen Gefahren im Umgang mit dieser hochinfektiösen Pandemie halte ich den eingeschlagenen Weg für verantwortungsvoll und absolut richtig. Dies gilt für die Wissenschaftler ebenso wie für die politisch Verantwortlichen, die gleichermaßen auf nur wenig bis gar nicht vorhandene Erfahrungswerte zurückgreifen können.

Wenn die Politik in dieser schwierigen Zeit nicht in der Lage wäre, selbstkri- tisch Schwachstellenanalysen durchzuführen und eingeschlagene Wege zu korrigieren, würde dieses Land mit anderen Verhältnissen zu kämpfen haben, als wir sie momentan haben.

Wenn selbstherrliche und vor Eigenlob und Ignoranz kaum noch ertragbare Politiker wie Donald Trump und Boris Johnson andere, vor allem populistisch unterlegte Strategien verfolgen, dann können wir in den USA und England besichtigen, wo das hinführt.

Wenn Herr Schlosser in seinem Leserbrief davon angetan ist, dass es noch Menschen gibt, die sich nicht das Gehirn von den "Öffentlich-Rechtlichen" weichspülen haben lassen und in diesem Zusammenhang ein Zitat vom gefeuerten Verfassungsschutzpräsidenten Hans Georg Maaßen bemüht, so ist das nur schwer zu ertragen.

Denn letztlich scheiterte Hans Georg Maaßen an seinen Falschbehauptungen über die Medien und das von den Medien veröffentlichte "Hetzjagdvideo" aus Chemnitz, dass er bis zuletzt in Abrede stellte, obwohl die Authentizität außer Frage steht.

Andreas Grün, Mücke

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