Maskenpflicht«

Krise mit gesundem Menschenverstand meistern

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Zum Leserbrief von Michaela Hoffmann »Unsinnige Maskenpflicht« AAZ von 2. Mai 2020

Mit großer Verwunderung habe ich auf den Leserbrief »Unsinnige Maskenpflicht« reagiert. Seit nunmehr sechs Wochen bestimmt das neue Coronavirus unseren Alltag. In unserem normalen Leben hat sich so einiges dadurch verändert.

Dadurch aber gleich den Teufel an die Wand zu malen, wie es in dem entsprechenden Artikel von Frau Hoffmann der Fall ist, liegt mir fern. Ich bin dagegen froh und stolz zugleich, in Deutschland leben zu dürfen. Wir haben aktuell eine Bundesregierung aus CDU und SPD, die zusammen einen sehr guten Job für unser Land machen. Gemeinsam mit den Virologen und Fachleuten aus der Medizin wird alles dafür getan, der Ausbreitung des Virus Einhalt zu gebieten. Letztlich basieren die politischen Entscheidungen auf dem Fachwissen der Virologen, was mich am Ende zu der Meinung bringt, dass die aktuelle Krise mit gesundem Menschenverstand gemeistert wird und entsprechende Maßnahmen getroffen werden.

Dann aber von einem »Gerücht« zu sprechen, auf das wir hereingefallen sind, ist für mich der Gipfel einer Entwicklung. Schauen wir doch nur einmal über den Tellerrand hinaus, dann sehen wir, was in den Staaten los ist, die erst nur wenige bis gar keine Maßnahmen ergriffen haben. Das unterstreicht doch nur einmal mehr, dass es eben nicht nur einfach ein Gerücht ist, sondern dass wir es hier mit einem sehr ernst zu nehmenden Gegner zu tun haben. Wenn in den USA binnen einem Tag 1000 Menschen sterben und man diese Menschen auf einer Insel vorübergehend »beerdigt«, muss uns doch jedes Mittel recht sein, solche Zustände in Deutschland zu vermeiden und so viele Menschenleben wie möglich zu retten. Nicht zuletzt ist das die Aufgabe des Staates, die er mit all seinen Mitteln versucht zu erfüllen. In Schweden sind gerechnet auf eine Millionen Einwohner 200 tot. In Deutschland starben nur 63 Personen pro Millionen Einwohner. Das heißt, bei uns läuft es dreimal besser, und das, obwohl in Deutschland die Menschen extrem viel näher beieinander wohnen als in Schweden. Ich bin froh, dass wir alle die letzten sechs schweren Wochen zusammen gut gemeistert haben und uns an die Regeln gehalten haben. Es war sicherlich für viele sehr schwer, gerade wenn ich mir die aktuelle Situation un- zähliger Unternehmen, Gastronomen und vieler anderen ansehe. Diese Maßnahmen mussten aber sein, so ist es nun auch überhaupt erst möglich, über Lockerungen zu sprechen. Nicht umsonst schaut man aus dem Ausland neidisch auf Deutschland, denn in anderen Ländern ist man von solchen Diskussionen weit entfernt. Deswegen ist es für mich in keinster Weise nachvollziehbar, jetzt zum Protest gegen die Maßnahmen aufzurufen, wo wir doch bereits einige Lockerungen in Aussicht haben.

Im Gegenzug müssen wir als Bürger aber auch bereit sein, die Maskenpflicht zu akzeptieren. Es mag richtig sein, dass einige der Masken uns selbst nicht schützen, aber wir schützen die Person gegenüber. Am Ende ist es doch eine ganz einfache Rechnung, wenn jeder sein Gegenüber mit einer Maske schützt, schützt doch jeder jeden und somit haben wir die anfängliche negative Position zur Maskenpflicht zu einer positiven umgedreht. Dabei sollten wir ganz besonders an alle Alten und Kranken denken, für die wir nun besonders Schutz liefern müssen und solidarisch in Verantwortung treten sollten. Jedes Leben hat seine Daseinsberechtigung -unabhängig davon, ob dieser Mensch zur Risikogruppe gehört oder nicht.

Abschließen möchte ich mit einem Zitat von Bundeskanzlerin Angela Merkel. »Bitte ziehen Sie alle mit. Tun Sie jetzt das, was richtig ist für unser Land. Zeigen Sie Vernunft und Herz«

Lukas Becker, Gemünden

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