Auf Knopfdruck zum Geotop

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Auf ein Jahr vielfältiger Aktivitäten blickte die Sektion Vogelsberg der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft (DVG) in ihrer jährlichen Mitgliederversammlung zurück. Doch nicht nur dazu hatte die DVG-Sektion eingeladen, sondern auch zum gemeinsamen Besuch der Ausstellung im Info-Zentrum auf dem Hoherodskopf. Insbesondere ging es um den neu gestalteten Bereich zur Geologie des Vogelsberges. Für eine der Stationen hatte die Sektion einen Zuschuss von 5000 Euro gegeben und damit bei dieser Station den größten Teil der Kosten übernommen. Außerdem war man bei diesem Punkt und bei drei weiteren Stationen konzeptionell und auch fachlich beteiligt – mit Texten, Bildern und Ausstellungsstücken.

Auf ein Jahr vielfältiger Aktivitäten blickte die Sektion Vogelsberg der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft (DVG) in ihrer jährlichen Mitgliederversammlung zurück. Doch nicht nur dazu hatte die DVG-Sektion eingeladen, sondern auch zum gemeinsamen Besuch der Ausstellung im Info-Zentrum auf dem Hoherodskopf. Insbesondere ging es um den neu gestalteten Bereich zur Geologie des Vogelsberges. Für eine der Stationen hatte die Sektion einen Zuschuss von 5000 Euro gegeben und damit bei dieser Station den größten Teil der Kosten übernommen. Außerdem war man bei diesem Punkt und bei drei weiteren Stationen konzeptionell und auch fachlich beteiligt – mit Texten, Bildern und Ausstellungsstücken.

Die Station, die die DVG mitfinanziert hat, ist eine Wand mit Fächern, in denen einerseits typische Gesteine des Vogelsbergs zu finden sind. Außerdem ist jeweils ein Geotop mit Bild dargestellt, wo das Gestein zu finden ist. Drückt man auf den Knopf neben dem Geotopbild, wird der Stein beleuchtet und auf der Vogelsberg-Karte in der Mitte der Wand geht eine Leuchtdiode am Ort des Geotops an. Damit werden Gestein, Geotop und Karte miteinander verknüpft.

Kerstin Bär, die Leiterin der Sektion, zeigte den interessierten Mitgliedern am Beispiel des Hoherodskopfgipfels, wie einfach diese interaktive Station funktioniert und dass dort Basalt mit Erdmantelgestein zu finden ist. Auch die Amöneburg, die Felsen am Rehberg, die Trachytblöcke an der Flösserschneise, der Taufstein, der Steinbruch Michelnau, der Glauberg, die Uhuklippen bei Grebenhain, der Steinbruch Langd, der Steinbruch am Wildfrauhaus bei Gedern und die Weickartshainer Schweiz sind mit Bild, Gestein und Leuchtdiode auf der Karte vertreten. Die Auswahl zu treffen war nicht einfach, aber unter diesen elf Geotopen sind immerhin mehrere "Geotope des Jahres" und sie sind Stellvertreter für viele andere Geotope, die nicht gezeigt werden können.

Echte Fossilien

Eine weitere Station im Info-Zentrum, an der die DVG-Sektion beteiligt war, sind fünf Drehtafeln mit insgesamt zehn kurz dargestellten Themen, die mit Vulkanismus allgemein oder mit den Vulkanen des Vogelsbergs zu tun haben, ewa dem Thema "Was ist Basalt?". Dazu kommt noch eine ganze Aktionswand zu den ehemals aktiven Vulkanen der Region.

Hier können den verschiedenen Ausbruchsweisen spielerisch die passenden Gesteine zugeordnet werden. Außerdem werden der Aufbau des Vogelsbergs und unterschiedliche Vulkantypen gezeigt. Echte Fossilien von Pflanzen und einem Fisch sind Zeugnisse des Lebens zur Zeit des Vogelsberg-Vulkanismus und Bilder aus dem Film im Vulkaneum zeigen, wie man sich die damalige Landschaft vorstellen könnte.

Zu guter Letzt ging es noch um die Themen der Verwitterung des Vulkangesteins bei warmem und kaltem Klima und um die Entstehung der heutigen Landschaft durch Abtragung. Da beides zusammenhängt und zum Verständnis des heutigen Vogelsbergs wichtig ist, wurde diesen Themen ebenfalls eine eigene Wand gewidmet.

Die genannten Stationen sind Teil des Bereichs der neuen Ausstellung für den der Geopark Vulkanregion Vogelsberg verantwortlich ist und den der Geopark finanziert hat.

Für die fachliche Zuarbeit der DVG Sektion war eine Vereinbarung mit dem Geopark geschlossen worden, die eine Kostenerstattung und eine Aufwandsentschädigung für die hier geleistete ehrenamtliche Arbeit von Sektionsmitgliedern umfasst. Insgesamt wurden von der DVG über 200 Stunden ehrenamtlich geleistet. Die besuchten Stationen, insbesondere die "DVG-Station" wurden als sehr interessant und gelungen bezeichnet – auch wenn es immer Verbesserungsmöglichkeiten gäbe.

Großen und kleinen Gästen des Hoherodskopfs wird nun im Info-Zentrum ein anschaulicher Einstieg in das Thema Vulkangebiet Vogelsberg geboten, der im Vulkaneum vertieft werden kann.

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