Zuversichtlich und guten Mutes präsentiert sich das Ladenteam des Weltladens zum ersten Jahrestag am neuen Standort. FOTO: PM
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Zuversichtlich und guten Mutes präsentiert sich das Ladenteam des Weltladens zum ersten Jahrestag am neuen Standort. FOTO: PM

Klarer Standortvorteil für faire Ware

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Alsfeld(pm). Er war mit großen Erwartungen in die neuen Räume am Marktplatz umgezogen: Der Weltladen - ein Projekt, das komplett im Ehrenamt von den Mitgliedern des Vereins Weltladen getragen wird - konnte im Sommer 2019 nicht nur die Räume und damit das Sortiment vergrößern, nein, er wurde auch barrierefrei, heller und wollte in der 1A-Lage auch mehr Laufkundschaft und Touristen anlocken. Nach einem Jahr fällt die Bilanz - trotz Baustelle und Corona-Krise - positiv aus.

Hildegard Maaß, Vorsitzende des Vereins und aktiv im Verkaufsteam tätig, sieht alle Erwartungen erfüllt: "Den Unterschied von ein paar Metern von der Untergasse zum Marktplatz merkt man deutlich an dem Kundenverkehr", bestätigt sie. "Neben vielen Alsfelderinnen und Alsfeldern, die den Weltladen vorher nicht wahrgenommen hatten und sich nun von dem hellen, freundlichen Ambiente und der kreativen Präsentation der Waren angesprochen fühlen, kommen auch viele Touristen, die kleine Mitbringsel und schöne Erinnerungen kaufen möchten." Womit man auch gleich beim Aber wäre, das - wie so vieles in diesen Zeiten - seinen Ursprung in der Corona-Krise findet: "Es war natürlich schade, dass wir im März erst einmal schließen mussten", resümiert die Vorsitzende. Als Ladengeschäft mit Lebensmitteln im Sortiment hätte der Weltladen zwar geöffnet bleiben dürfen, doch viele ihrer Ehrenamtlichen gehören der Risikogruppe an, sodass das Team zunächst nur kleine Öffnungszeiten und Öffnung auf Absprache angeboten hat. "Doch das hat wirklich sehr gut funktioniert", freut sich Vorstandsmitglied Sabine Kehm.

Wie alle ihre Mitstreiter ist sie jedoch auch sehr erleichtert darüber, dass nun eine gewisse Normalität in das Ladengeschehen zurückgekehrt ist. "Wir hatten glücklicherweise außer der Ladenmiete und den Warenlieferungen keine laufenden Kosten, da wir alle ehrenamtlich arbeiten, aber für unsere Lieferanten in den Ländern des Südens waren und sind diese Zeiten sehr hart", weiß Hildegard Maaß aus dem Austausch mit kleinen und großen Fairtrade-Unternehmen. Umso glücklicher sind die Alsfelder, dass sie diese Menschen sowohl mit dem Verkauf von Gesichtsmasken aus Ghana als auch mit der kompletten Weitergabe der Mehrwertsteuersenkung, die kurzerhand in "Fairwertsteuer" umbenannt wurde, unterstützen können.

Sortiment erweitert

"Trotz dieser Krise blicken wir also sehr positiv gestimmt zurück und auch nach vorn, nicht zuletzt, weil wir sowohl in den guten Zeiten als auch in den schlechten unser Ziel von einem fairen und verantwortungsbewussten Umgang mit unseren Partnern in den Lieferländern verfolgen und umsetzen können", sagt Kehm. Mit der Vergrößerung des Ladens vor einem Jahr wurde nicht nur eine Sortimentserweiterung - beispielsweise im Lebensmittel- und Wellnessbereich - umgesetzt, sondern es wurden auch die Präsentationsmöglichkeiten erheblich verbessert.

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