Zuerst werden die Äpfel von den Kindern gewaschen und in einem sogenannten Muser zerkleinert. FOTO: HSO
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Zuerst werden die Äpfel von den Kindern gewaschen und in einem sogenannten Muser zerkleinert. FOTO: HSO

Kita hat wieder eigenen Apfelsaft

  • vonHerbert Schott
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Feldatal-Stumpertenrod(hso). Herbstzeit ist Erntezeit. Dann heißt es auch für die Kinder im "Kinderplanet Stumpertenrod" hinaus in die Natur, um zum Beispiel fleißig Äpfel aufzulesen oder zu pflücken. Ziel ist es auch in diesem Jahr, wieder genügend Apfelsaft herzustellen, damit man für das laufende Kindergartenjahr Vorrat hat. So können die Kinder während ihrer Kindergartenzeit immer vom eigenen Apfelsaft trinken. Im Vorfeld wurde das Thema "Apfelsaft" schon mit Liedern, Geschichten, Fingerspielen und Bastelaktionen vorbereitet und so ging es dann los.

Die Bevölkerung unterstützt diese Aktion und zeigt den Erzieherinnen und den Kindern die Bäume zum Ernten. Zusammen mit den Erzieherinnen wird dann fleißig geschüttelt und aufgesammelt. Das Ergebnis wird dann im Bollerwagen durch das Dorf zum Kindergarten transportiert. Wenn genügend Äpfel zusammengekommen sind, werden diese dann zu einem vorgegebenen Termin in die Mosterei gebracht. Zuerst wurden die Äpfel von den Kindern gewaschen und in einem Muser zerkleinert.

Wenn endlich der Saft fließt

Die "Matschepampe", wie die Kinder das Ergebnis nannten, schütteten sie mit Schüsseln auf die Apfelpresse, und es floss dann reichlich Saft, der dann noch erhitzt werden musste. Auch beim späteren Abfüllen des frisch gepressten Saftes waren dann wieder fleißige Kinder gefragt. Es ging dann dank der Mitarbeit aller wie am Fließband. Die Kinder standen dabei in einer Reihe, gaben die leeren Kartons zum Befüllen weiter und trugen dann die vollen fünf Liter Tetra-Packs ins Auto einer Erzieherin. Das Ergebnis konnte sich auch in diesem Jahr sehen lassen, denn schließlich ergab die Aktion 130 Liter (26 Tetra-Packs) naturreinen Apfelsaft. Kinder und Erzieherinnen hatten bei dieser Aktion sehr viel Spaß und nebenbei hat das Ganze natürlich auch einen pädagogischen Wert, wurde noch betont.

"Die Kinder lernen dabei, wo der Apfelsaft überhaupt herkommt und dass man auch dafür viel arbeiten muss", meinte eine der Erzieherinnen. Aus Platzmangel in der Kindertagestätte selbst wird der Saft in der Nachbarschaft der Einrichtung eingelagert und bei Bedarf dann dort geholt.

Die Kosten für das Keltern übernahm in diesem Jahr wiederum der örtliche Obst- und Gartenbauverein Stumpertenrod, wofür sich alle vom "Kinderplaneten" herzlich bedankt haben.

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