+
Auch das Programm litt unter den widrigen Bedingungen. Tapfer sangen aber die Kindergarten-Kinder weihnachtliche Lieder. (Foto: kl)

Weihnachtszauber fiel ins Wasser

Kirtorf (kl). Der Weihnachtszauber fiel am Samstag leider ins Wasser. Gegen das regnerische Wetter waren alle Anstrengungen vergebens. Nur mit viel Mühe und großem Einsatzwillen von allen Beteiligten konnte der Kirtorfer Weihnachtsmarkt, der schon seit Jahren eine Tradition ist, durchgeführt werden.

Vor dem Rathaus waren wieder Weihnachtsstände der beteiligten Vereine, Gruppen und Geschäfte aufgebaut. Noch mehr gefragt waren allerdings diesmal die überdachten Plätze.

Um überhaupt längere Zeit auf dem Weihnachtsmarkt mit dem schönen Ambiente vor dem Fachwerk-Rathaus zu verharren, müsste man sich nicht nur warm anziehen, sondern auch vielfach zu warmen Getränken greifen. Auch das Programm litt unter den widrigen Bedingungen. Tapfer sangen aber die Kindergarten-Kinder weihnachtliche Lieder. Das musste auch der Nikolaus gehört haben – er kam, etwas verspätet. Kein Wunder – bei diesem Wetter!

Wer den Wettereinflüssen am Weihnachtsmarkt entgehen wollte, der nahm die Gelegenheit wahr, sich im Gewölbekeller bei Kaffee und Kuchen der Kirtorfer Landfrauen ein wenig zu erwärmen.

Auch das Heimatmuseum der Stadt war geöffnet. Seit dem 26. Oktober ist dort vom Heimatverein eine Ausstellung über Kirtorfer und Ortsteil-Bürger aus dem ersten Weltkrieg aufgebaut. "Anlass war der Beginn des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren", erklärte Vorsitzender Helmut Meß. Alle Gegenstände, Urkunden, Säbel, Uniformen wurden dem Museum von Tilmann Niehof (Homberg) als Leihgabe zur Verfügung gestellt; auch einige Privatleute hätten Unterlagen gegeben.

"Die Namen der aus Kirtorf und seinen Ortsteilen im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten, die meisten um die 20 Jahre", so Helmut Meß, "haben wir aus Listen und Dokumenten im Internet recherchieren können. 141 Soldaten aus der jetzigen Großgemeinde Kirtorf, darunter 48 aus Kirtorf, 24 Ober-Gleen, 14 Heimertshausen, 11 Arnshain, 15 Lehrbach 20 Wahlen und 9 Gleimenhain, mussten ihr Leben lassen. Für jeden Gefallenen im Ersten Weltkrieg ist innerhalb der Ausstellung ein Holzkreuz aufgestellt. Unter einem Gruppenbild aus Heimertshausen vom 2. August 1914 steht: "Unsere ausziehenden Krieger im aufgezwungenen Wettkampfe. Für Freiheit, Vaterland, Recht. Für Heimat, Weib und Kind!"

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare