Erster Amtstag

Kirtorfs neuer Bürgermeister geht es leger an

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Dienstag war der erste Tag für Andreas Fey als Bürgermeister. Neben ersten Gesprächen ließ er durchblicken, dass er auf einen Bürgerbus hinarbeitet. Und er zeigte klare Kante für Vielfalt.

Bereits vor dem ersten Arbeitstag vertrat Andreas Fey die Stadt Kirtorf als Bürgermeister – er begleitete am Montag Amtsvorgänger Ulrich Künz zu einer Versammlung der Bürgermeister in Homberg. Am Dienstag startete Fey offiziell in das Amt des Verwaltungschefs. "Als erstes habe ich alle Mitarbeiter der Verwaltung begrüßt und für den Nachmittag zu einer Mitarbeiterversammlung eingeladen", zählte Fey auf. Er tritt mit offenem Hemd legerer auf als der fast immer mit Anzug bekleidete Künz. Das heißt aber nicht, dass er hemdsärmelig auftritt. Zugewandt und freundlich knüpft Fey an die Politik der offenen Tür im Rathaus an, die bislang vorherrschte. Grund zum Strahlen hatte Fey auch, als Mitstreiter aus der SPD-UWL-Fraktion mit Blumen vorbeischauten. Heinrich Raab und Renate Schmidt brachten die Topfpflanze vorbei, um zum Amtsantritt zu gratulieren.

Absprache mit Erstem Stadtrat

Am ersten Arbeitstag stehen organisatorische Fragen im Vordergrund. So war morgens bereits der Erste Stadtrat Karl-Heinrich Laudon gekommen, um Termine mit Fey abzustimmen. Denn es gibt viele Anlässe, die einen Vertreter der Stadt erfordern. Dazu zählen die Hauptversammlungen der Vereine, die Fey am liebsten alle besuchen möchte. Das ist zeitlich nicht möglich, und da tritt Laudon als sein Stellvertreter auf den Plan. "Der Terminkalender ist schon reichlich gefüllt", gerade die Besuche bei den Vereinen sind Pflichten, "denen ich gerne nachkomme".

Fey wird am Mittwoch die Bürgermeister-Dienstversammlung bei Landrat Manfred Görig besuchen. Gerade der Kontakt zu den Amtskollegen liegt ihm am Herzen, vom ersten Treffen am Montag hat er mitgenommen, "das ist eine kollegiale nette Runde". Der Zusammenhalt der Vogelsberger Rathauschefs sei wichtig, um sich als ländliche Raum zu behaupten. Am Donnerstag repräsentiert Fey die Stadt beim Kommandowechsel in der Patenkompanie.

Bürgerbus bereits beantragt

Die zeitlichen Anforderungen sind ein Bereich, wichtig ist auch die strategische Arbeit, um Kirtorf voranzubringen. "Es geht darum, die Infrastruktur so zu stärken, dass die Menschen hier gerne leben", sagt Fey. Ein besonderes Projekt ist die "Neue Mitte" mit dem Ärztehaus und den umgestalteten Marktplätzen. Auf dem oberen Marktplatz soll ein Markttag mit Produzenten aus der Region entstehen. Das will Fey bis zum Sommer umsetzen. Ein echtes Alleinstellungsmerkmal wird das neue Ärztehaus am unteren Marktplatz. Zu einer guten Infrastruktur gehört eine schnelle Internetanbindung.

Dabei sollen die älteren Kirtorfer nicht aus dem Blick geraten. Bereits vor zwei Wochen hat Fey beim Land angefragt, ob man einen Bürgerbus haben kann. Damit sollen ältere Menschen von den Ortsteilen in die Kernstadt kommen können, um einzukaufen und Ärzte aufzusuchen.

Am Herzen liegt ihm der Einsatz gegen rechtsextreme Umtriebe. So will er mit dem Gastgeber rechtsextremer Treffen sprechen, um ihm klarzumachen, welchen Schaden er seiner Heimatgemeinde mit seinen Aktivitäten zufügt. Dazu ruft Andreas Fey auch die anderen Kirtorfer auf, "zeigen wir ihm, was wir davon halten". Schließlich sei Kirtorf eine Stadt der Vielfalt.

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