Konzert

Kirtorf von der buntesten Seite

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Ein Vielvölkerabend brachte am Samstag gut 250 durchweg begeisterte Zuhörer in die Gleentalhalle Kirtorf. Die Palette reichte von Bauchtanz bis Chorgesang.

Musik wirkt über Grenzen hinweg, auch bei unbekannten Melodien kommt es vor, dass man mitwippt. Deshalb überschreitet Musik Grenzen der Kontinente und bringt Menschen aus verschiedenen Kulturen zusammen.

Dabei zeigte sich die kleine Landgemeinde von ihrer buntesten Seite, mit Liedern aus Afrika, Amerika und Europa, mit indischem Essen und Bauchtanz aus Ägypten. Ein Höhepunkt war die Samba-Show zum Finale des schönen Frühlingsabends im Rahmen der 1100-Jahrfeier Kirtorfs.

Helmut Meß leitete für die Jubiläums-Arbeitsgruppe den musikalischen Abend ein, der in Zusammenarbeit mit dem Aktionsbündnis "Kirtorf ist bunt" gestaltet wurde. Besonders begrüßte er Asylsuchende aus Iran, die in Lehrbach gewohnt haben, und Matthias Orth, einen Kirtorfer Metzger, der in Singapur deutsche Wurstkultur verbreitet. Meß freute sich auch über indische Spezialitäten, die das Team vom Frankfurter Hof in Homberg zubereitet hatte.

Moderatorin Tanja Czupalla gab das Motto vor: "Musik und Tanz macht Freunde – gemeinsam in einer Band, einem Chor oder einer Tanzgruppe". Das zeigten gleich die ersten beiden Programmpunkte, als der Männergesangverein Kirtorf ein Halleluja schmetterte und h ein örtliches Tänzerinnen-Duo im Stil des ägyptische Bauchtanzes die Hüften kreisen ließ.

Samba und Klangfeuer

Die sehr unterschiedlichen Musiktraditionen des Abends fügten sich auch in der weiteren Folge des Programms zum bunten Bild einer Großgemeinde mit Platz für verschiedene kulturelle Vorlieben. Die schwarz gewandeten und stimmgewaltigen Sänger gehören ebenso dazu wie Leila Scholz und Janna Eva, die den sinnlichen Tanz aus Nordafrika auf sehr anmutige Art auf die Bühne bringen. Übrigens stößt der seit langen Jahren in Ägypten verbreitete Tanzstil nicht jederzeit auf Zustimmung, wie Czupalla anmerkte. Es gab lange Vorbehalte gegen ihn, "das Tanzen mit freiem Bauchnabel, das ging gar nicht".

Musikalische Gegensätze vereinte der evangelische Kirchenchor bei seinem Auftritt. So intonierten die Frauen ein Volkslied der afrikanischen Zulu und das melodiöse "Mich trägt mein Traum".

Aus dem heimischen Wohnzimmer auf die Bühne vor einem großen Publikum kamen Yvonne und Paul Grögel. Das Ehepaar aus Wahlen glänzte mit Gitarre und zeitweise zweistimmig. Sie waren mit ihren englischen, polnischen und israelischen Liedern die internationalsten Musiker, was ebenfalls mit viel Applaus bedacht wurden. Zu einem Riesenchor verschmolzen die Stimmen aller Besucher, als Alleinunterhalter Helmut Hill zum gemeinsamen Singen eines Medleys mit Stücken von Tony Marschall einlud.

Weitere Mitwirkende waren die Klangfarben Kirtorf, ein gemischter Chor aus der Großgemeinde, der unter anderem mit "Gute Nacht Freunde" mehr als überzeugte. Laura Schneider und Erich Rode aus Kirtorf zeigten mit Akkordeons, wie vielfältig dieses Instrument ist.

Einen Farbtupfer vor dem Finale setzten Debora und Natacha von Brazuca Samba. Mit den fetzigen Rhythmen und sinnlichen Kostümen brachten sie Stimmung in die nüchterne Glentalhalle.

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