Die Vertreter örtlicher Jugendhilfeeinrichtungen tauschen sich mit Dezernent Jens Mischak per Videokonferenz (u.r.) aus. FOTO: PM
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Die Vertreter örtlicher Jugendhilfeeinrichtungen tauschen sich mit Dezernent Jens Mischak per Videokonferenz (u.r.) aus. FOTO: PM

Kindeswohl in der Krise stabil

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Vogelsbergkreis(pm). "Es ist schön, Sie alle gesund zu sehen - wenn auch nur auf dem Bildschirm." Mit diesen Worten begrüßte kürzlich der Erste Kreisbeigeordnete Jens Mischak im Rahmen der wöchentlichen Videokonferenz die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft von Jugendamt und freien Jugendhilfeträgern im Kreis - kurz AG 78. Im Rahmen der Videokonferenz teilte Mischak mit, dass nach wie vor kein erhöhtes Aufkommen eingehender Meldungen über Kindeswohlgefährdungen zu verzeichnen sei.

Konflikte in Familien abwenden

Der Vorsitzende der AG 78, Harry Bernardis von den Vogelsberger Lebensräumen, unterstrich, dass sich die gemeinsame Haltung einer Kooperation in der sozialräumlichen Jugendhilfe gerade in diesen außergewöhnlichen Tagen bewährt. "Durch den flexiblen und kreativen Umgang mit persönlichen, sozialen und infrastrukturellen Ressourcen gelingt es uns offensichtlich gut, aufkommende Konflikte konstruktiv und ausgerichtet am aktuellen Bedarf der Familien zu bearbeiten, wenn nicht gar ganz abzuwenden - dazu tragen Sie alle bei", sagte Harry Bernardis.

Gemeint sind die in der Arbeitsgemeinschaft unter anderem vertretenen Erziehungshilfeträger. Das sind das Familien- und Jugendhilfezentrum Schotten, die Jugendhilfe Feldatal, das Haus am Kirschberg Lauterbach, Menschenskinder Schotten, das Oikos Familienhaus Alsfeld, das Kinderhaus Panama in Liederbach, die Schottener Sozialen Dienste, das Haus Wildgänse in Renzendorf, das Beratungszentrum Vogelsberg Alsfeld, das DRK Lauterbach sowie die Vertreter des Jugendamtes. Der Vogelsbergkreis verfolgt seit einigen Jahren mit seinem Sozialraumkonzept vorrangig eine wohnortnahe stationäre Unterbringung mit fließenden Übergängen zu tagesstrukturierenden und ambulanten Maßnahmen innerhalb der inzwischen sechs Einrichtungen "Hilfen unter einem Dach". "Dadurch sind wir immer sehr nah an den gesamten Familien und können - soweit verantwortbar - derzeit Kinder vermehrt auch zu Hause schlafen lassen und das Gebot der größtmöglichen Kontaktminimierung zur Ansteckungsvermeidung gut umsetzen", bilanziert der stellvertretende Jugendamtsleiter Helmut Benner. Die Einrichtungen halten selbstverständlich weiterhin intensiven Betreuungskontakt. Möglichen aufkommenden Konflikten innerhalb von Familien kann so frühzeitig begegnet werden.

Virentest vor Rückkehr in Gruppe

Vor einer Rückkehr aus dem Haushalt der Eltern in die Wohngruppe tragen die mit dem Gesundheitsamt getroffenen Absprachen, wie zum Beispiel die obligatorische Testung auf Corona-Viren, wesentlich dazu bei, das Ansteckungsrisiko unter den Kindern zu verringern.

Der Corona-Pandemie wird in den Einrichtungen mit einem solidarischen Miteinander und den damit verbundenen klugen und kreativen Lösungen begegnet. "Gemeinsam schaffen wir das", so lässt sich die Grundstimmung der AG 78 zusammenfassen.

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