Corona-Beschränkungen

Kein Vergleich

Wenn ich sehe, wie Leute jammern, weil sie nicht ausgehen und bummeln können, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Und die heutige Zeit mit der nach dem Kriege zu vergleichen, ist schlichtweg Nichtwissen oder Dummheit.

Sicher ist die jetzige Situation bei uns und in der ganzen Welt nicht gerade zum Jauchzen. Aber wie nach dem Krieg?

Wir haben zu Essen und zu Trinken. Nach dem Krieg gingen Millionen Menschen betteln (ich auch) für eine Scheibe Brot und ein paar Kartoffeln.

Wir sitzen in warmen Stuben. Damals malte der Frost Eisblumen an die Fenster und an den Wänden glitzerte der Frost. Damals suchten verzweifelte Menschen ihre auf der Flucht verlorenen Kinder.

Und wer wusste schon, ob der Vater oder Ehemann noch lebt? Da hätte man Grund gehabt, zu verzweifeln, da war alles aussichtslos. Viele hatten ihre Heimat verloren. Und heute?

Wäre es nicht besser nach vorn zu sehen? Ein oder zwei Jahre Verzicht sind doch nicht das ganze Leben.

Marianne Rein, Gießen

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