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Erster Kreisbeigeordneter Dr. Jens Mischak (r.) und Angelika Boese übergeben Bürgermeister Andreas Fey Förderbescheide in Höhe von 1,9 Millionen Euro. © Red

Kirtorf (pm). Gleich vier Umschlagmappen hat Dr. Jens Mischak bei seinem Besuch auf dem Kirtorfer Marktplatz dabei - deren Inhalt ist millionenschwer. 1,9 Millionen Euro, um genau zu sein. Mit diesen Mitteln aus dem Dorfentwicklungsprogramm des Landes können die Kirtorfer Höfe, ein komplettes Fachwerkensemble im Stadtzentrum, saniert und teilweise wieder aufgebaut werden.

»Das wird ein guter Tag für Kirtorf«, unterstreicht der Erste Kreisbeigeordnete des Vogelsbergkreises, »denn somit kann ein wesentlicher Meilenstein auf den Weg gebracht werden.« Auch an der Höhe der Fördersumme lasse sich die Bedeutung des Projektes für die Stadt selbst und für den Vogelsbergkreis ablesen: »Ich bin jetzt fünf Jahre im Amt; es ist das erste Mal, dass ich einen Förderbescheid von mehr als einer Million Euro übergebe«, betont der Erste Kreisbeigeordnete.

Allein für die Sanierung und den Teilersatzbau des Fachwerkensembles in der Neustädter Straße nämlich gibt es einen Zuschuss in Höhe von 1,275 Millionen Euro. Als zweite Maßnahme werden die Erschließungsarbeiten mit einer Zuwendung in Höhe von mehr als 140 000 Euro gefördert. Für die Herstellung der Verkehrsanlagen in dem Bereich gibt es fast 340 000 Euro und für die vierte Maßnahme, die Herstellung von Grün- und Aufenthaltsbereichen, werden mehr als 152 000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Baugenehmigungen liegen vor, sodass direkt mit der Umsetzung des Großprojektes zwischen Neustädter Straße und Grünem Weg begonnen werden kann.

Ärztliche Versorgung angeboten

Unter anderem wird dort ein Medizinzentrum entstehen, »um die ärztliche Versorgung für die Region sicherzustellen«. Verschiedene Bereiche der Gesundheitsversorgung - von der Hausarztpraxis über Apotheke und Physiotherapie bis hin zu Facharztpraxen - sollen an einem Ort konzentriert werden. Für Dr. Mischak ist dies ein Ansatz, den man an vielen Stellen im Kreis angehen müsse, »denn künftig werden wir nicht mehr in jedem Dorf einen Arzt haben«.

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