Vertrocknete Bäume verdeutlichen die Waldproblematik bei Romrod. FOTO: PM
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Vertrocknete Bäume verdeutlichen die Waldproblematik bei Romrod. FOTO: PM

Infotag "Rund um den Wald" im Forstamt

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Romrod(pm). Der CDU-Stadtverband begrüßte kürzlich den Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Jens Mischak zu einem Info-Tag "Rund um den Wald" im Forstamt Romrod. Forstamtsleiter Hans-Jürgen Rupp gab einen Überblick über den betrieblichen Ablauf und die Aufgaben des Forstamtes.

In den vergangenen 15 Jahren kam es zu Einsparungen und auch einer hohen Reduzierung der Mitarbeiter. Der Forstbetrieb hat nun weniger Personal und gleichzeitig mehr Fläche zu bewirtschaften. Hinzu kommen die aktuellen Herausforderungen durch die warmen und trockenen Sommer der letzten Jahre.

Dies konnte sich anschließend die interessierte Gruppe auf einem gemeinsamen Spaziergang durch den Romröder Wald veranschaulichen. Dort zeigte Rupp am Waldbestand die Folgen der letzten Sommer mit geringen Niederschlägen. Die Böden im Wald sind trocken und können Wasser nur sehr langsam aufnehmen, Gewitter oder unwetterartige Niederschläge können die unteren Bodenschichten nicht durchfeuchten. Dies hat zur Folge, dass Flachwurzler, z.B. Fichten, vertrocknen. Die geschwächten Bäume fallen folglich bei Stürmen um, und der Borkenkäfer hat leichte Beute.

Umdenken in der Forstwirtschaft

Mit dem aktuellen Personal kann derzeit nur punktuell auf die Borkenkäferplage reagiert werden. Als Folge daraus werden Fichtenbestände in der Region nicht mehr angebaut. Daher ist ein Umdenken in der Forstwirtschaft bezüglich des Anbaus anderer, nicht heimischer Arten wie die Douglasie, notwendig. Der Wald wird durch das Absterben der Bäume immer lichtdurchlässiger, dadurch wird der Boden von dichtem Gras besiedelt. Dies zieht die Maus an, die sich dort ungestört vermehren kann und zusätzlich zu einem weiteren Schädling für die Bäume wird. Erfreulicherweise ist der Bestand an Tieren hoch, die der hohen Population von Mäusen im Wald entgegenwirken.

Der Vorsitzende der CDU-Romrod, Hauke Schmehl, dankte mit einem kleinen Präsent Hans-Jürgen Rupp für die ausführliche und beeindruckende Führung.

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