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Windräder (Symbolfoto)

Windkraftstandorte in Homberg: CDU will erst breite Bürgerbeteiligung

Homberg (pm). Die Homberger CDU ist dafür, die Entscheidung über die Festlegung von Windvorrangflächen in Homberg dem neuen Parlament und Bürgermeister zu überantworten und vorher sowohl die Bürger als auch die Ortsbeiräte zu hören."

Im Rahmen der Aufstellung des Teilregionalplans Energie Mittelhessen sind die Gemeinden aufgefordert, Vorrangflächen für die Errichtung von Windkraftanlagen zu benennen. Insgesamt sollen zwei Prozent der Landesfläche vorrangig zur Nutzung der Windenergie zur Verfügung gestellt werden. Für Homberg bedeute dies, dass Standorte in Höingen, Erbenhausen, Bleidenrod und Homberg neu ausgewiesen oder erweitert werden sollen. "Der Standort Hermannsberg wurde benannt, da dies die einzige städtische der vorgeschlagenen Flächen ist und die Stadt einen Nutzen davon haben könnte. Wir sehen allerdings die Ausweisung des Hermannsbergs in seiner Funktion als gut genutztes Naherholungs- und Tourismusgebiet sehr kritisch", so der Spitzenkandidat Armin Klein. Ebenso kritisch sieht die CDU auch die Ausweisung einer Vorrangfläche am "Freien Mann". Allerdings liege der Teilregionalplan bislang erst im Entwurf vor und man könne nicht abschätzen, wann er beschlossen wird. Daher sei der nun erzeugte Druck unnötig.

Auf keinen Fall werde die CDU eine Entscheidung fällen, ohne die betroffenen Bürger und die Ortsbeiräte, insbesondere den der Kernstadt, gehört zu haben. "Dies wäre voreilig. Denn die weiteren Vorrangflächen werden Auswirkungen auf das Bild unserer Großgemeinde haben.

Daher werden wir uns dafür einsetzen, dass die Stadtverordnetenversammlung vor der Kommunal- und Bürgermeisterwahl keine Entscheidung treffen soll. So bleibt ausreichend Zeit für einen Austausch mit den Bürgern". Alle Fakten müssten erst einmal auf den Tisch.

Die Windkraft sei durchaus eine wichtige Alternative bei der Energiegewinnung, aber Standorte für Windkraftanlagen müssten sorgsam ausgewählt werden. "Hierbei sind touristische und wirtschaftliche Belange zu berücksichtigen, genauso wie Naturschutz. Daher ist der Hermannsberg als Standort noch längst nicht ausdiskutiert", meinte die CDU in ihrer Pressemitteilung weiter.

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