Warten bis zur Abfahrt der Linienbusse?

Homberg (ks). Die geplante Umgestaltung der Ohmstraße in Ober-Ofleiden wird sicher noch für einigen Diskussionsstoff sorgen. Das zeichnete sich am Donnerstag Abend in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses ab.

Im Auftrag der Stadt hat die Darmstädter Ingenieurin Gisela Stete einen Plan für die Umgestaltung zwischen der Brücke in den »alten« Ort und Wollbachsgraben vorgelegt.

Der Plan sieht unter anderem so genannte »Baumtore« vor. Dabei handelt es sich um seitliche Bepflanzungen mit jeweils sechs Bäumen, die ohne eine Fahrbahnverengung eine räumliche Verengung suggerieren. Damit sollen die Raser in diesem Bereich gebremst werden. Denn trotz des hohen Verkehrsaufkommens auf der Ohmstraße mit Autos, schweren Lastern und Bussen wird oft zu schnell gefahren. Fußgängerinseln sollen dafür sorgen, dass Spaziergänger und Einkäufer sicherer als jetzt die Straße überqueren können. Bürgermeister Béla Dören kündigte bei der Planvorstellung ebenfalls an, dass auf dem Bürgersteig ein Rad- und Fußweg angelegt werden soll.

Auch sollen die Ausfahrten der angesiedelten Gewerbebetriebe neu gestaltet werden. Zudem würden die Bushaltestellen neu angelegt. Die Ankündigung, dass dann künftig Autofahrer warten müssen, bis der Bus losgefahren ist, löste bei einigen Ausschussmitgliedern allerdings Skepsis aus. Dies sei doch recht gewöhnungsbedürftig und werde wohl von vielen Verkehrsteilnehmern nicht akzeptiert, klang an. Dies werde aber deutlich zu Verkehrsberuhigung beitragen, so der Bürgermeister. Die Hälfte der Kosten für die Umgestaltung in diesem Bereich werde von der Firma übernommen, in deren Bereich ein neuer Baustoffmarkt angesiedelt wird. Vom Land werde man nichts bekommen, so der Bürgermeister weiter.

Zur Erbsengasse in Ober-Ofleiden zeichnet sich keine Zustimmung für weitere Bauplätze ab. Der Bereich sei im Flächennutzungsplan nicht als bebaubare Fläche eingetragen, stellte der Bürgermeister fest. Falls in dem Bereich doch weitere Bauplätze ausgewiesen werden soll, dann müsse man dafür ein umfangreiches Veränderungsverfahren einleiten. Eine Abrundungssatzung, wie zunächst vorgeschlagen, sei eigentlich eine Einzelfalllösung. Dören verwies erneut auf den demografischen Wandel. Es sei nicht sinnvoll, neue Bauplätze auszuweisen, wenn woanders Wohnraum leersteht. Volker Orth dagegen verwies auf die persönlichen Vorlieben von Bauherren.

Laut Dören hat ein früherer Interessent an einem Bauplatz in der Erbsengasse inzwischen ein Haus in Homberg gekauft. Zwei weitere Interessenten hätten eigentlich lieber den Kinderspielplatz im Kastanienweg und würden nurauf die Erbsengasse ausweichen. Gerhard Kuntz sagte, wer gern in Ober-Ofleiden bauen will, der könne einen Bauplatz im Bereich »Alte Gasse« bereits jetzt bekommen, der zum Verkauf steht.

Keine Einwände gab es gegen die Planänderungen zum A 49-Weiterbau. »Unseren Anregungen wurde in fast allen Punkten gefolgt,« so der Bürgermeister. So wird zugunsten des Segelfluggeländes die Landesstraße zwischen Homberg und Dannenrod nach Südwesten verschoben. Auch kann der Linienverkehr aufrecht erhalten werden. Zur Schall- und optischen Abschirmung von Maulbach wird parallel der nördlichen Autobahnbegrenzung im Bereich Wutholz/In der Strufenbach ein Erdwall errichtet.

Entgegen der ursprünglichen Planung wird das Abwasser über eine Kompaktanlage auf dem Gelände der Park- und Rastanlage geklärt (nicht in Neu-Ulrichstein). Die exakte Linienführung einer Heckenpflanzung im Bereich Geißengirn in Maulbach erfolgt in Abstimmung mit den betroffenen Grundstückseigentümern.

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