Vorsorge für Notfall nicht aufschieben

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Selbstbestimmt vorsorgen für Unfall, Krankheit und das Alter durch entsprechende Verfügungen und Vollmachten – daran hat sicher jeder schon einmal gedacht. Aber eben nur gedacht. Denn nur allzu gerne schiebt man die Entscheidung über solche Maßnahmen mit dem Gedanken im Hinterkopf "es ist ja noch Zeit" vor sich her.

Selbstbestimmt vorsorgen für Unfall, Krankheit und das Alter durch entsprechende Verfügungen und Vollmachten – daran hat sicher jeder schon einmal gedacht. Aber eben nur gedacht. Denn nur allzu gerne schiebt man die Entscheidung über solche Maßnahmen mit dem Gedanken im Hinterkopf "es ist ja noch Zeit" vor sich her.

Wie wichtig es aber ist, rechtzeitig Vorsorge zu treffen, darüber informierte Christel Kisser beim ersten "Café Sonnenschein" im neuen Jahr im Gemeindehaus in Maulbach. Wie kann man persönlich Vorsorge betreiben, wenn unabhängig vom Lebensalter durch Unfall oder Krankheit, Hilfsbedürftigkeit eintritt und man nicht mehr seine Angelegenheiten selbst regeln kann, das war daher Themenschwerpunkt der Veranstaltung. Referentin Christel Kisser gab einen Überblick, wie man unter den geltenden gesetzlichen Voraussetzungen die richtige Vorsorge treffen kann und sollte. Dass es dafür nie zu früh ist, das betonte sie immer wieder.

Sie rät, rechtzeitig und unabhängig vom Alter festzulegen, wie man sich die Regelung bestimmter Angelegenheiten vorstellt, wenn man selbst nicht mehr dazu in der Lage ist. Dabei sollte man zentrale Punkte wie beispielsweise "Wer soll über die medizinische Behandlung entscheiden, wenn ich dazu nicht mehr imstande bin" regeln. Christel Kisser erläuterte dann die einzelnen Arten von Vollmachten und Verfügungen, mit deren Einsatz man auf der sicheren Seite ist, um im Ernstfall selbstbestimmt versorgt zu werden. Sie stellte den Gästen ergänzend zu ihren Ausführungen die christliche Patientenvorsorge vor, in der umfangreich über gemäße Verfügungen und Vollmachten informiert wird, und in der auch entsprechende Formulare zur Verfügung stehen. Will man ganz sichergehen, dass die Vollmachten im Ernstfall nicht angezweifelt werden, rät Christel Kisser, diese beglaubigen zu lassen.

Wenn eine Vorsorgevollmacht, eine Betreuungs- und/oder eine Patientenverfügung verfasst worden ist, muss im Notfall sichergestellt sein, dass das Vorhandensein dieser Unterlagen bekannt ist und vor allem auch wo sie aufbewahrt werden.

Begonnen hatte die Veranstaltung mit einer Andacht, der Pfarrer Alexander Starck den Wochenspruch "Über dir geht auf der Herr und seine Herrlichkeit erscheint über dir", zugrunde legte. Zur weiteren Programmgestaltung trug Christiane Engel mit einem aus ihrer Feder stammenden Vortrag bei, indem sie als "Heimleiterin eines Kölner Seniorenheimes" auf Werbetour im Vogelsberg unterwegs war, um Gäste für ihre Einrichtung zu ködern. Das gemeinsame Kaffeetrinken und das Singen altbekannter Lieder rundeten den Nachmittag mit Gästen aus Maulbach, Dannenrod und Appenrod, ab.

Das nächste "Café Sonnenschein" findet am Mittwoch, dem 14. Februar, im evangelischen Gemeindehaus in Maulbach statt.

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