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»Vergiftete Atmosphäre in Gremien«

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Kritisieren »schlechten mitmenschlichen Umgang« der Bürgermeisterkandidaten von Bürgerforum und Grünen: Michael Krebühl, Kai Widauer und Michael Fina (v. li.), mit der Bewerberin von FW, CDU und SPD, Simke Ried. © Joachim Legatis

Homberg (pm). Mit deutlicher Kritik gehen die Fraktionsvorsitzenden von CDU, SPD und FW auf Äußerungen von Jutta Stumpf, Barbara Schlemmer und Thorsten Müller als Bürgermeisterkandidaten ein. »Weder Frau Schlemmer noch Frau Stumpf sind in ihrer bisherigen politischen Arbeit durch konstruktive Beiträge aufgefallen. Im Gegenteil. Sie haben für keine Herausforderung der vergangenen Jahre eine Lösung präsentiert, sondern nur - insbesondere Frau Stumpf - unsachliche und falsche Kritik geäußert.

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Damit reagieren Kai Widauer (CDU), Michael Fina (SPD) und Michael Krebühl (FW) auf verschiedene Äußerungen der Mitglieder von Bürgerforum und Grünen. Keiner hätte zu den zukunftsträchtigen Themen wie Entwicklung Friedrichstraße oder Gewerbegebiet Roter Berg, einen positiven Beitrag geleistet. Stattdessen forderten sie die Reaktivierung der Ohmtalbahn, deren Trasse durch ein FFH-Gebiet führe, wo man sich vorher noch massiv gegen die Einrichtung eines Radweges ausgesprochen habe. »Das hat mit zukunftsgerichteter Politik für Homberg nichts zu tun.«

So habe Jutta Stumpf die verlorene Bürgermeisterwahl 2016 von Eckhard Hisserich nie überwunden und sich in Folge in falschen Verdächtigungen, Anfechtungen von Protokollen, unsachgemäßer Kritik und Klagen vor Gericht ergangen. »Die Tätigkeit von Frau Stumpf beschränkt sich überwiegend darauf, Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung, die Bürgermeisterin und Mitarbeiter der Verwaltung mit hanebüchenen Behauptungen vor Gericht zu zerren. Sie hat maßgeblich zu der vergifteten Atmosphäre in den städtischen Gremien beigetragen, die bis heute noch vorherrschen«, bewerten Widauer, Fina und Krebühl die Situation der vergangenen Zeit.

Auch das »oberlehrerhafte Belehren« der Ortsbeiräte in Bezug auf eine pragmatische Umsetzung einer Erdverwallung entlang der A49 zeige, dass man an einer konstruktiven Lösungsfindung überhaupt nicht interessiert sei. So sei es auch nicht verwunderlich, dass den Ortsbeiräten Zuständigkeit und Kompetenz beim Lärmschutz abgesprochen wurde, »obwohl dies eine Chance gewesen wäre, hier zu einer zeitnahen und unbürokratischen Lösung zu kommen. Stattdessen diskreditiert man die Ortsbeiräte öffentlich«, kritisieren die Fraktionsvorsitzenden in der Mitteilung weiter.

Gerade junge Menschen seien immer weniger bereit, sich ehrenamtlich zu engagieren. Wer den Umgang von Stumpf, Schlemmer und Müller mit Andersdenkenden mitbekommt, »hat doch keine Lust mehr, sich hier politisch einzubringen«, geben Widauer, Fina und Krebühl bei einem solchen »schlechten mitmenschlichen Umgang« zu bedenken. So hätten fast alle Schriftführer in der Stadtverordnetenversammlung und den Ausschüssen ihr Mandat niedergelegt. »Während der Gremienbeteiligung am Planfeststellungs-verfahren zum Ausbau der A49 hätten Frau Stumpf und Frau Schlemmer immer die Gelegenheit gehabt, sich konstruktiv und sachorientiert einzubringen.

Das ist aber nicht geschehen«, stellen die Fraktionsvorsitzenden von CDU, SPD und FW fest. Nun einzelnen Mandatsträgern eine Schuld zuzuweisen, sei unredlich.

Die damaligen Beschlüsse wurden mit großer Mehrheit und nach bestem Wissen von den Stadtverordneten getroffen. So habe Stumpf bei dem einstimmigen Beschluss der Stadtverordneten zur 2. Planänderung am 21. März 2012, dem Bauausschuss die Entscheidung über Einwendungen zu überlassen, ebenfalls mit Ja gestimmt.

Wer so agiere, könne aus Sicht der Fraktionsvorsitzenden auch nicht mit dem Argument der Heimatverbundenheit werben. »Keiner der drei hat sich hier in den letzten Jahren besonders positiv hervorgetan«, sind Widauer, Fina und Krebühl überzeugt.

Ein Bürgermeister müsse in der heutigen Zeit nicht unbedingt in Homberg wohnen. Mit Eckhard Hisserich habe es in der Vergangenheit einen Bürgermeister vor Ort gegeben, der zwei Mal nicht gewählt wurde.

»Wichtig ist doch, dass der künftige Bürgermeister beziehungsweise die künftige Bürgermeisterin die Anliegen der Hombergerinnen und Homberger versteht und die Stadt bei der Umsetzung der anstehenden Aufgaben in die Zukunft führen kann. Wir sind davon überzeugt, dass wir mit Simke Ried eine Kandidatin gefunden haben, die unbelastet und unvoreingenommen sich der Herausforderungen annehmen kann und zielorientiert Lösungen finden wird - gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern und der Homberger Politik«, teilen Widauer, Fina und Krebühl wweiter mit.

Die Fraktionen von CDU, SPD und Freie Wähler hoffen, dass die Wählerinnen und Wähler bei der Bürgermeisterwahl ein deutliches Signal für den Aufbruch setzen. Das solle verdeutlichen, dass diese Art des Umgangs miteinander nicht gewünscht ist und, dass man sich für den Weg des Aufbruchs und der Neugestaltung mit einer Bürgermeisterin Simke Ried entscheidet, so die Fraktionsvorsitzenden.

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