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Mit einem Einbahnstraßenschild wird an der Gesamtschule geklärt, in welche Richtung die Schüler laufen dürfen, wie Schulleiter Carsten Röhrscheid erläutert. FOTO: JOL

Über die Klassenkameraden freuen

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Homberg(jol). Sie haben sich schon auf die Klassenkameraden gefreut und finden es besser, den Schulstoff gemeinsam mit dem Lehrer im Unterricht durchzugehen. Nach wochenlanger Corona-Pause hat auch in Homberg zur Freude vieler Schüler die Gesamtschule wieder geöffnet. Die Klassen werden zwar in zwei Gruppen mit maximal 15 Schülern unterrichtet - aber es geht weiter mit dem Präsenzunterricht.

Das kommt bei den Jugendlichen gut an. Jule Vaupel aus der 10G: "Es ist schön, wieder hier zu sein." Die Wochen des Lernens zu Hause hat sie gut bewältigt: "Ich kann mich selbst sehr gut motivieren", sagt die 16-Jährige. Ihr Klassenkamerad Shawn Gieracki meint, es sei etwas komisch, mit Mundschutz durch die Schule zu laufen. Auch er hat die Arbeitsphase vom heimischen Schreibtisch aus "gut hingekriegt". Das bestätigt die 15-jährige Maja-Sophie Reitz. Sie freut sich darauf, dass wieder ein geregelter Tagesablauf das Lernen erleichtert. Ein Wermutstropfen: "Wir können unseren Abschluss nicht so feiern, wie wir das gedacht haben." Eigentlich hatte die 10G eine große Abschlussfeier in der Stadthalle geplant, mit Abendgarderobe und Programm. Nun versucht die Schulleitung, herauszubekommen, wie in kleinerem Umfang doch gefeiert werden kann. Jörg Leifhelm meint, wahrscheinlich könnten Eltern und Verwandte nicht zum Fest kommen: "Es wird wohl nicht mit allen gehen."

Der erste Schultag nach der Corona-Pause verlief bemerkenswert ruhig. Von rund 400 Jugendlichen waren etwa 180 da, sagt Schulleiter Carsten Röhrscheid, insgesamt 9 von 19 Klassen. Jede Klasse ist in zwei Lerngruppen aufgeteilt worden, die in getrennten Räumen sitzen.

"Unser Konzept sieht vor, dass ein Drittel bis zur Hälfte der Klassen gleichzeitig unterrichtet werden", ergänzt Leifhelm. So achtet man darauf, maximal 15 Schüler mit ausreichend Abstand im Raum zu haben. Dabei muss die Schule improvisieren, manche Räume sind nicht groß genug, um den korrekten Abstand einzuhalten. Die Schüler werden vor allem in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Englisch unterrichtet. Nebenfächer werden "mit Augenmaß" vermittelt. Der Unterricht dient in erster Linie dazu, Themen zu vertiefen und Nachfragen zu ermöglichen. Zwei Drittel des Stoffs sollen sich die Schüler daheim erarbeiten, sagt Röhrscheid.

Die Erfahrungen mit dem Unterricht über das Internet waren eine positive Überraschung für den Schulleiter, das ersetze aber nicht den Unterricht.

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