Autobahngegner über 60 Jahre demonstrieren am Dannenröder Wald. FOTO: PM
+
Autobahngegner über 60 Jahre demonstrieren am Dannenröder Wald. FOTO: PM

Ü60er-Demo und Laternen

  • vonRedaktion
    schließen

Homberg/Kirtorf(pm). Ungeachtet der fortschreitenden Rodungsarbeiten haben am Wochenende wieder zahlreiche Menschen gegen den Autobahnbau protestiert. Schon am Freitag fand sich in Dannenrod ein längerer Protestzug zusammen.

Am frühen Samstagmorgen traf sich dann eine Gruppe von A 49-Gegnern über 60 Jahre an der Trasse. "Wir wollen den vielen jungen Menschen im Wald zeigen, dass wir sie unterstützen, bei ihnen sind und auch mal mit ihnen leiden und dass wir von ihrem Einsatz berührt und begeistert sind", sagte der Initiator Walter Bernbeck. Zudem habe man Briefe an die Abgeordneten der Wahlkreise verfasst und man verlange Gespräche "statt der derzeitigen kalten Demonstration staatlicher Gewalt". "Ü 60 für Wasser und Wald" - unter diesem Motto demonstrierten dann die fast 50 Senioren aus Dörfern des westlichen Vogelsbergs. Viele über 60 Jahre, etliche weit über 70, bildeten sie eine Sperrlinie auf der Trasse, sangen das Lied der Puhdys "Alt wie ein Baum" und verlasen eine Erklärung für "Reden statt Roden" und den Erhalt des Wasserschutzgebiets und des alten Waldes im Dannenröder Forst. Mehrere Stürze und ein verstauchter Knöchel zeigten schließlich laut Mitteilung der Organisatoren, "dass die Senioren der wenig zimperlich eingreifenden Polizei nicht standhalten konnten". Die eine Hälfte der Demonstrierenden sei in den seitlichen Wald weggedrängt, die andere zum nächsten Baumhaus geschoben worden. Am Sonntagnachmittag fand dann anlässlich der traditionellen Waldspaziergänge von Ausbaugegnern eine Demonstration mit Lampions unter dem Motto "Licht ins Dunkel" statt. Dazu stellten sich die Teilnehmer mit Laternen am Waldrand auf.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare